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Babbel: Natürlich macht Nagelsmann das wahnsinnig

Der FC Bayern verfügt aktuell über den besten Kader aller Zeiten - findet zumindest Markus Babbel.

Weshalb der ehemalige Europameister auch nicht nachvollziehen kann, dass die Ergebnisse in der laufenden Saison nicht immer stimmen: „Sie bringen des Öfteren ihre optimale Leistung nicht auf den Platz. Da wirst du ja verrückt als Trainer an der Seitenlinie“, sagte Babbel im Interview mit dem Sportbuzzer.

Er könne daher gut nachempfinden, dass es Trainer Julian Nagelsmann „wahnsinnig macht, wenn die Spieler ihre Qualität nicht abrufen. Eigentlich müssten die Bayern mit diesem Personal in der Liga alle Gegner aus dem Stadion schießen, sind aber oft zu wankelmütig.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Nagelsmann hat bisher meist trotzdem kühlen Kopf bewahrt. Bei der Niederlage gegen Gladbach ließ er den Emotionen jedoch freien Lauf, musste für seine Kritik an den Schiedsrichtern (“weichgespültes Pack“) eine saftige Geldstrafe zahlen.

Babbel: Nagelsmann spürt natürlich den Druck

„Er weiß, dass er verbal übers Ziel hinausgeschossen ist. Auch er spürt natürlich den Druck, wenn die Resultate nicht stimmen - und das mit dem für mich besten Kader aller Zeiten.“ (Das sagte Nagelsmann über seinen Ausraster)

Babbel sieht die aktuellen Münchner noch besser aufgestellt als bei den Triple-Siegen 2013 und 2020: „Gegen Union Berlin haben sie sensationell gespielt, hätten auch 6:0 oder 7:0 gewinnen können. Auf der Bank saßen Cancelo, Mané, Gnabry und Sané. Dazu war Upamecano gesperrt. Neuer und Hernández fehlen verletzt. Das ist schon brutal viel Qualität.“

Pavard „auch mal etwas nicklig und schmutzig“

Selbst im internationalen Vergleich sieht er kein Team stärker aufgestellt als seinen Ex-Klub. Paris Saint-Germain werde im Achtelfinal-Rückspiel zwar wegen Superstar Kylian Mbappé eine Gefahr, vom Weiterkommen ist Babbel dennoch überzeugt. Mehr noch: „Wenn die Bayern die Titel nicht holen, sind sie selbst schuld.“

Große Stücke hält Babbel auch auf Benjamin Pavard, dessen Formkurve zuletzt wieder deutlich nach oben zeigte. „Er wird ziemlich unterschätzt und steht zu Unrecht in der Kritik.“ (Pavard: Habe einen Fehler gemacht)

Auf den Franzosen könne sich der Trainer verlassen: „Pavard erinnert mich von seiner Spielweise an mich selbst, agiert hin und wieder auch mal etwas nicklig und schmutzig, aber nicht unfair. Das muss ein Verteidiger auch.“