Bayern greift an: Rummenigge äußert sich zur bisherigen Transferpolitik

Jan Marschke
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​Vor Wochen kündigte Bayern-Präsident Uli Hoeneß die Verpflichtung gleich mehrerer "Granaten" an. Mit Sebastian Rudy, Niklas Süle und Serge Gnabry wurden allerdings eher "Granätchen" verpflichtet. Durch den Transfer von Corentin Tolisso wurde zwar ein neuer Bundesliga-Transferrekord aufgestellt, doch auch der junge Franzose zählt wohl noch eher zur Kategorie "Top-Talent". In einem Interview äußerte sich Karl-Heinz Rummenigge zur bisherigen Transferpolitik seiner Bayern.

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"Wir haben jetzt gerade mal den 14. Juni und der Transfermarkt ist noch bis Ende August auf. Wir werden sicherlich nicht frühzeitig die Tür abschließen",  erklärte der 61-Jährige im Interview auf der vereinseigenen Webseite. " Aber ich kann auch nicht garantieren, dass und was noch kommen wird. Also in aller Ruhe abwarten und den Markt beobachten."


Die Fans des Rekordmeisters warten aber sehnlichst auf die von Uli Hoeneß angekündigte "Granate". Gestern wurde mit der Verpflichtung Tolissos zwar ein neuer Bundesliga-Rekord aufgestellt (41,5 Millionen Euro Ablöse), doch der französische Nationalspieler war wohl nur eingefleischten Fans wirklich ein Begriff.


"Wir haben ihn sehr ausführlich scouten lassen. Das ist ein Spieler, der uns und auch dem Trainer von Anfang an sehr gut gefallen hat und interessiert hat. Wir sind glücklich, dass dieser Transfer zustande gekommen ist. Ich würde ihn ein bisschen so ähnlich einstufen wie damals Javi Martinez, als er zu uns gekommen ist. Das war ja auch ein Spieler, der nicht so wahnsinnig bekannt war“, so Rummenigge.


Laut Rummenigge war die Verjüngung des Kaders das primäre Ziel dieser Transferperiode und  „mit Süle, Rudy und Gnabry kriegen wir jetzt drei, denke ich, sehr interessante, junge, deutsche Nationalspieler dazu. Und mit Tolisso auch einen jungen Spieler, der ja auch gerade Nationalspieler in Frankreich geworden ist. Ich glaube, wir kriegen gute Qualität in den Kader mit diesen vier Spielern und dazu noch eben auch ein Stück Verjüngung.“


Dennoch hoffen die Bayern-Anhänger wohl immer noch sehnlichst auf eine Verpflichtung des chilenischen Superstars Alexis Sanchez. Der Angreifer vom FC Arsenal verlangt nach übereinstimmenden Medienberichten allerdings ein Jahresgehalt von rund 25 Millionen Euro. Dass die Bayern sich auf eine derartige Forderung einlassen, ist wohl höchst unwahrscheinlich.