Bayern-Favorit? Das sind Tuchels Optionen

Thomas Tuchel

Obwohl er auch fast fünf Monate nach seinem Aus bei Borussia Dortmund keinen neuen Arbeitgeber gefunden hat, kann sich Thomas Tuchel ganz entspannt zurücklehnen. 

Dem 44-Jährigen mangelt es nicht an Anfragen. Ganz im Gegenteil: Vor allem die Chance auf ein Engagement beim FC Bayern besteht nach wie vor.

Trotz der jüngsten Entscheidung, Jupp Heynckes aus dem Ruhestand zu holen und als Nachfolger des geschassten Carlo Ancelotti zu bestimmen, haben die Münchner Bosse Tuchel auf ihrer Liste. Offenbar sogar ganz oben.


"Haben uns nicht gegen Tuchel entschieden"

Wie die Sport Bild berichtet, soll es die "klare Tendenz" beim Rekordmeister geben, dass Tuchel nach dem Ablauf von Heynckes' "Freundschaftsdienst" im kommenden Sommer das Ruder an der Säbener Straße übernimmt.

Von Tuchels Seite aus hieß es zuletzt zwar immer wieder, man kommentiere keine Gerüchte. Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gab allerdings zu verstehen: "Wir haben uns nicht gegen Tuchel entschieden."

Nach SPORT1-Informationen hatte der FCB unmittelbar nach Ancelottis Entlassung konkrete und konstruktive Gespräche mit Tuchel über eine Zusammenarbeit geführt.

Der Deal ging letztlich nicht über die Bühne, weil sich Heynckes zur Verfügung stellte. Aufgrund dessen Erfahrung - auch innerhalb des Vereins - fiel die Wahl der Bosse auf den Triple-Macher von 2013.

Rangnick glaubt nicht an Bayern-Wechsel

Wie es nach Heynckes weitergeht, wollen die Bayern laut Rummenigge nicht mehr in diesem Kalenderjahr verkünden. Der Verein gibt sich Zeit und sondiert weiter den Trainer-Markt. Abgesehen davon hat Tuchel selbst noch keine Entscheidung über seine Zukunft gefällt.


"Mein Gefühl sagt mir, dass Thomas Tuchel eher im Ausland seine nächste Herausforderung suchen wird. Wahrscheinlich sogar am ehesten in England", sagte Ralf Rangnick am Dienstag beim "Sportbuzzer Fantalk 3.0" auf SPORT1

Der Sportdirektor von RB Leipzig war einst Tuchels Trainer beim SSV Ulm - und weiß auch um den bekannten Wunsch von Tuchel, eines Tages in der Premier League zu arbeiten.

Kein Feuerwehrmann bei Everton

Klubs wie der FC Everton und West Ham United haben zuletzt schon ihre Fühler nach ihm ausgestreckt.

Vor allem Everton braucht nach der Entlassung von Krisen-Coach Ronald Koeman dringend einen neuen starken Mann. Allerdings hätte Tuchel dort geringere Chancen auf Titel und Champions-League-Fußball. Ein Job als Feuerwehrmann der "Toffees" ist daher höchst unwahrscheinlich.

Wohl nur ein stärkerer Verein wie der FC Chelsea könnte ihn zu einem Wechsel auf die Insel bewegen. Antonio Contes Zukunft bei den Blues scheint aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit Boss Roman Abramowitsch über die laufende Saison hinaus nicht gesichert. 

Bis dahin kann viel passieren - und Tuchel sich ganz entspannt zurücklehnen.