GFL: München Cowboys vs. Allgäu Comets LIVE! 17 Uhr

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GFL: München Cowboys vs. Allgäu Comets LIVE! 17 Uhr
GFL: München Cowboys vs. Allgäu Comets LIVE! 17 Uhr
GFL: München Cowboys vs. Allgäu Comets LIVE! 17 Uhr

Das gab es noch nie in der SharkWater GFL, seit die Playoffs nach dem derzeitigen Modus gespielt werden.

Vor dem letzten Spieltag steht erst eine Platzierung der Top vier in beiden Gruppen schon fest, der Gruppensieg der Schwäbisch Hall Unicorns im Süden. Vier Teams ringen dahinter um die drei übrigen Viertelfinalplätze der Südgruppe.

Im Norden spielen Dresden und Potsdam um Platz eins und zwei, Braunschweig und Köln um Rang drei und vier. Besonders heiß her gehen sollte es aber ganz im Süden, wo Munich Cowboys und Allgäu Comets zum Bayern-Derby aufeinandertreffen. SPORT1 überträgt die Partie am Samstag ab 17 Uhr LIVE im TV und im Stream.

Die Münchner Gastgeber hatten das Hinspiel in Kempten mit 17:20 verloren und blieben als Fünfter bei der Endrunde außen vor, wenn sie diesmal nicht gewinnen. Am besten mit mehr als drei Punkten, um auch den Gesamtvergleich für sich zu entscheiden, was gar noch Platz drei bringen könnte.

Im Bayern-Derby geht es um alles

Beide Mannschaften überzeugten in der Saison vor allem mit ihren Verteidigungen. Die Münchner kassierten weniger Punkte als alle anderen Teams der Liga abgesehen von den Unicorns.

Die Allgäuer glänzten vor allem mit ihrem Pass Rush, der mit 31 Quarterback Sacks mit Abstand die meisten der gesamten SharkWater GFL hatte, und dies in nur acht Partien und damit einem Spiel weniger als die Konkurrenten.

Im Angriff erlaubten beide bayerischen Teams im Gegenzug die wenigsten Quarterback Sacks für die Gegner: München nur drei, die Allgäuer sieben. So machten sich weder für die Allgäuer die während der Saison mehrfach vorgenommenen Wechsel auf der Quarterback-Position noch bei den Münchnern die Amtsübergabe von Garren Holley an den neuen Head Coach Tony Moore negativ bemerkbar.

Bei den Allgäuern ragen in der Defense Peter Arentsen (elf Quarterback Sacks diese Saison) sowie im Angriff der britische Running Back Glen Toonga heraus, der noch 22 Yards von einer 1000-Yard-Saison entfernt ist. Bei den Münchnern sind neben dem Running Back und Returner Brandon Watkins die langjährigen Routiniers Kai Silbermann in der Offense und Ryan Newell in der Verteidigung die Aktivposten.

Mit stabiler Defense wären beide Mannschaften sicherlich eine Bereicherung für die Playoffs und machen Hoffnung, dass dieses Jahr auch für die Auswärtsteams des Südens bei den Vergleichen mit den Nord-Teams die Sache nicht von Beginn aussichtslos scheint. (GFL: Spielplan/Ergebnisse und Tabellen)

Rechenspiele vor dem letzten Spieltag

Vor Beginn der Playoffs steht allerdings möglicherweise noch ein bisschen Rechnerei. Denn dass die Comets wie oben erwähnt ein Spiel weniger haben als die Konkurrenten und statt um Platz zwei nun um Platz drei noch bangen müssen, hängt mit ihrem abgesagten Auswärtsspiel in Frankfurt zusammen.

Ausgerechnet aus Frankfurt, wo sie dieses Jahr mit ziemlicher Sicherheit zwei Punkte mitgebracht hätten, hatten sie in der Woche vor dem geplanten Spiel von einem Corona-Fall beim Gegner erfahren, gingen kein Risiko ein und entschieden aus eigenen Stücken, nicht anzureisen. Der Fall hängt nun in der zweiten Instanz, als eher wahrscheinlich gilt eine Wertung für Frankfurt.

Vielleicht kommt es aber auch gar nicht darauf an: Gewinnen die Allgäuer, verlieren die Frankfurter in Marburg (was nahezu sicher wäre, wenn es nicht das letzte und für den Gegner bedeutungslose Saisonspiel wäre) und gewinnt zudem Favorit Saarland Hurricanes zu Hause gegen Ravensburg, dann spielt das ausgefallene Spiel überhaupt keine Rolle für die Tabelle, weder für die Playoff-Ränge noch für die Relegation.

Auch die Allgäuer können das Ganze also sportlich auf dem Feld aus eigener Kraft auflösen.

Direktes „Finale“ im Norden

Dass die Entscheidung auf dem Platz fällt, gilt für alle Playoff-Teams im Norden. In Dresden geht es in einem direkten „Finale“ um den Gruppensieg im Norden.

Schönheitsfehler: Letzte Woche verloren die Potsdam Royals nach dem Hinspiel gegen Dresden ein zweites Heimspiel gegen Braunschweig. So geht Dresden nun mit zwei Punkten Vorsprung in der Tabelle und dem 31:15-Vorteil aus dem ersten Vergleich in die Entscheidung.

Den Potsdamern ist mit ihrer starken Verteidigung durchaus zuzutrauen, an einem guten Tag auch den punktehungrigen Angriff der Sachsen zu bändigen. Mit etwas Glück bei eigenen Angriffsaktionen oder auch Returns käme man so vielleicht in Reichweite der nun zum Gruppensieg notwendigen 16 Punkte Vorsprung.

Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn dies wiederum die Nervosität beim Gegner verstärken und in der Folge vielleicht tatsächlich zum großen Coup führen würde.

Wentland kehrt nach Dresden zurück

Die Verteidigung der Dresdner war in der Saison auch nicht immer sattelfest. Doch die Betonung liegt auf „war“ - rechtzeitig zum Showdown in der SharkWater GFL Nord und den folgenden Playoffs haben die Monarchs Linebacker A.J. Wentland wieder in Dresden begrüßen können.

Wentland war nach langen Jahren als Chef der Defense bei den Monarchs diese Saison nach Tirol gewechselt und gewann in Österreich die Meisterschaft.

Eine „neue Rolle“ soll er nun beim sächsischen Club spielen, welche genau, lassen die Dresdner natürlich im Dunkeln. Die Rede ist von Einsätzen in Special Teams, vielleicht ein wenig in der Rotation bei den Linebackern, man werde noch überlegen ...

Sicher ist damit wohl nur, dass die Potsdamer ein Rätsel mehr zu lösen haben und die Monarchs ihren „ruhenden Pol“ sehr vieler vergangener Spielzeiten an ihrer Seite wissen.

Kampf im Süden: Wer folgt den Unicorns in die Playoffs?

Um Platz zwei im Süden geht es in Saarbrücken, wo im Duell der Süd-Aufsteiger die Saarland Hurricanes mit einem Erfolg gegen die Ravensburg Razorbacks das Heim-Viertelfinale perfekt machen würden. Ravensburg wäre mit einem Sieg selbst auch in den Playoffs, bei einer Niederlage dann, wenn München verlieren sollte.

Und Platz drei im Norden könnte dieses Jahr der vorläufige „Trostpreis“ für Titelverteidiger New Yorker Lions sein.

Die zuletzt wieder in meisterlicher Form agierenden Braunschweiger sind als Gastgeber der Cologne Crocodiles leichter Favorit, nachdem ihre Defense verstärkt wurde und bereits das Hinspiel 43:28 gewonnen wurde.

Kölns Angriff kann aber an guten Tagen selbst locker 40, 50 Punkte aufs Parkett zaubern. Und da der Verlierer dieser Partie im Viertelfinale nach Schwäbisch Hall muss, ist sicher, dass beide hier ohne Rücksicht auf Verluste bis zum Schluss voll auf Sieg spielen müssen.

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