Bayern-Bosse zeigen Verständnis für Pfiffe

Martin Volkmar, Stefan Kumberger

Nach der 0:2-Pleite beim heimischen Audi Cup gegen den SSC Neapel haben die Bayern-Bosse Verständnis für die Unzufriedenheit der Zuschauer gezeigt.

"Bei zwei Niederlagen haben die Fans das Recht zu pfeifen", meinte der neue FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic zu den Unmutsbekundungen von den Rängen nach dem 0:2 im Spiel um Platz 3 gegen den SSC Neapel.

"Ich habe Verständnis dafür, weil wir viele Spiele verloren haben", erklärte auch Trainer Carlo Ancelotti. Und Ersatzkapitän Joshua Kimmich gab zu: "Das war eindeutig zu wenig."


Allerdings bezogen sich die Pfiffe von den Rängen weniger auf die Vorstellung gegen Neapel, denn das komplett ausgewechselte Team mit zahlreichen Spielern aus der zweiten Mannschaft und der U19 der Bayern verkaufte sich ordentlich.

"Die Junioren haben es heute sehr gut gemacht, es war ein guter Test für sie, obwohl das Niveau sehr hoch war", lobte Ancelotti. Viele zahlende Zuschauer ärgerten sich aber darüber, dass der Chefcoach fast alle Stars wie Thomas Müller oder Robert Lewandowski 90 Minuten auf der Bank ließ.

Mats Hummels sagte zu den Pfiffen: "Gestern wären sie angebracht gewesen. Wenn man heute sieht, wer auf dem Platz stand und wie sie sich geschlagen haben, dann muss man sagen: Die Pfiffe waren falsch getimet. Aber vielleicht waren sie einfach 20 Stunden im Nachhinein für uns gestern und dann nehmen wir sie auf jeden Fall so hin."