Ein Bayern-Block macht das deutsche WM-Team stark

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Ein Bayern-Block macht das deutsche WM-Team stark
Ein Bayern-Block macht das deutsche WM-Team stark

Erst der überzeugende 9:4-Sieg gegen Italien, dann ein souveränes 5:1 gegen die auf Augenhöhe erwarteten Norweger - bei der Eishockey-WM in Riga läuft's das deutsche Team. (Alles Wichtige zur WM 2021)

Zwei Spiele, sechs Punkte und 14:5-Tore: Das DEB-Team präsentiert sich Bundestrainer Toni Söderholm als harmonische Einheit, die sportlich und auch menschlich funktioniert - womöglich auch aufgrund einer effektiven Blockbildung.

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Die drei Offensivakteure Marcel Noebels, Lukas Reichel und Youngster Leo Pföderl von den Eisbären Berlin haben ihr überragendes Zusammenspiel bereits regelmäßig unter Beweis gestellt. Aber auch ein bayerisches Trio, das sich bereits aus Kindheitstagen kennt, ist ein Faktor.

Landshut-Trio mit Kühnhackl, Rieder und Krämmer

Die Rede ist von Tobias Rieder, Tom Kühnhackl und Nico Krämmer, alle drei geboren in der niederbayrischen Eishockey-Hochburg Landshut - und schon vor vielen Jahren gemeinsam in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) auf dem Eis.

"Ich glaube, das ist schon zehn Jahre her, als wir das letzte Mal in der Jugend zusammengespielt haben", erinnert sich Kühnhackl bei SPORT1.

NHL-Stürmer Rieder, der 492 NHL-Spiele in Arizona, Los Angeles, Edmonton, Calgary und Buffalo auf dem Buckel hat, hat auch noch im Kopf, dass das Trio schon früher eine Reihe gebildet hat, "da waren wir zehn oder elf Jahre alt".

Inzwischen hat es den 28 Jahre alten Rieder zu den Buffalo Sabres verschlagen, Altersgenosse Krämmer - Neffe des ewigen deutschen Vorlagenkönigs Gred Truntschka - zu den Adlern Mannheim und den ein Jahr älteren Kühnhackl zu den Bridgeport Sound Tigers in die AHL.

Die Freude über die Landshuter Wiedervereinigung bei der WM ist groß: "Das ist natürlich überragend", so der 28-Jährige, der zuletzt für die Buffalo Sabres im Einsatz war.

Alle drei stammen aus dem Nachwuchs des EV Landshut und machten dort auch ihre ersten Schritte im Profisport. Bei der WM in Lettland bilden sie unter Söderholm eine Sturmformation - gewissermaßen die Landshuter Reihe.

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Kühnhackl - Sohn der Legende Eich Kühnhackl, 2016 und 2017 Stanley-Cup-Sieger mit den Pittsburgh Penguins - erklärte bei SPORT1: "Es ist natürlich immer etwas Schönes, wenn man mit den Landshutern in einer Reihe spielen kann. Wir haben in den Trainingseinheiten schon eine Chemie gefunden."

Die Aufgabe ist klar: Als "Shutdown-Reihe" sollen die Kühnhackl, Rieder und vorwiegend gegen die beste Formation des Gegners spielen.

Deutschland gegen Kanada gefordert

Beim nächsten Gegner bekommt es das deutsche Team mit einem echten Schwergewicht zu tun. Im dritten Gruppenspiel geht es gegen Kanada, eigentlich ein Topfavorit, allerdings hat das junge Team aus dem Eishockey-Mutterland, das ohne seine großen NHL-Stars antritt, einen kapitalen Fehlstart hingelegt. (WM 2021 in Riga, Gruppe B: Deutschland - Kanada, Mon., LIVE ab 19.15 Uhr auf SPORT1 im Free-TV und Livestream)

Zum WM-Start verloren die Kanadier überraschend mit 0:2 gegen Gastgeber Lettland. Am Sonntagabend folgte ein ernüchterndes 1:5 gegen Erzrivale USA.

Das DEB-Team muss sich aber ohnehin auf sich selbst konzentrieren. Einige Stellschrauben gibt es nämlich noch, an denen gedreht werden kann. "In der eigenen Zone haben wir noch ein paar Verbesserungen vorzunehmen und auch am Unterzahlspiel müssen wir noch arbeiten. Aber wenn das Turnier so weitergeht, wird das immer besser werden", machte Kühnhackl deutlich.

Was das Landshut-Trio angeht, zeigte sich der 29-Jährige optimistisch. Im Training vor dem Kanada-Kracher sei das Zusammenspiel schon gut gewesen: "Ich glaube, dass es im Laufe des Turniers nur noch besser werden kann."

Gegen Kanada haben die Drei nun die Möglichkeit, das auch auf dem Eis unter Beweis zu stellen.

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