Bayern blamiert sich gegen Wolfsburg - böser Bock von Ulreich

Tommy Gaber
Editor Yahoo Sports

Der FC Bayern München hat am 6. Bundesligaspieltag den Sieg gegen den VfL Wolfsburg leichtfertig verschenkt. Trotz einer 2:0-Führung zur Pause reichte es nur zu einem 2:2. Bayern-Keeper Sven Ulreich half dem VfL dabei tatkräftig mit. 

Maxi Arnold erzielte mit diesem Freistoß Wolfsburgs Anschlusstreffer

Vor dem Spiel

Ancelotti wirft wieder die Rotationsmaschine an. Süle, Martinez, Tolisso, James, Coman raus – Hummels, Boateng, Vidal, Robben, Ribery rein. Dadurch ändert sich die Statik im Bayern-Spiel. Mit Robben und Ribery auf den Flügeln wird das Offensivspiel in die Breite gezogen.

Alle Daten zum Spiel

Das fiel auf

  •  Bayern von Beginn an tonangebend, aber ohne jegliche Durchschlagskraft im Angriff. Wolfsburg verteidigte tief und geschickt, während die Münchner verzweifelt die Lücke suchten
  • Hohe Fehlpassquote im Spielaufbau bei Bayern, vor allem Hummels in der Anfangsphase unkonzentriert.
  • Ribery und Robben waren lange Zeit völlig abgemeldet, weil Wolfsburg gut doppelte und von Bayerns Außenverteidigern Rafinha und Kimmich zu wenig Unterstützung in der Offensive kam.
  • Die Bayern schafften es viel zu selten, Wolfsburgs Abwehr in Stresssituationen zu bringen. Zu wenig Tempo, null Überraschungsmomente in der Offensive
  • Wolfsburg setzte immer wieder Nadelstiche durch Konter und nutzte zwei Fehler der Bayern gnadenlos aus. Beim 2:2 durch Didavi stand Boateng völlig falsch.

Der Fauxpas des Spiels

Gegen Schalke war er noch ein starker Rückhalt, gegen Wolfsburg leistete sich Sven Ulreich einen ganz fiesen Patzer. Der Neuer-Vertreter schätzte einen 30-Meter-Freistoß von Maxi Arnold völlig falsch ein und boxte sich das Ding ins eigene Tor. Ok, es war ein Flatterball, aber das war schon ein brutaler Bock. Nicht gerade förderlich für das anstehende Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain mit dem Mega-Sturm Neymar, Mbappe und Cavani…

Der Aufreger des Spiels

Kein Bundesligaspiel ohne Diskussion um den Videobeweis. Auch am Freitagabend gab’s wieder Ärger. Schiri Dingert zeigte in der 33. Minute nach einem Mini-Zupfer an Lewandowskis Trikot auf den Punkt. Die Herren von der Videofront griffen nicht ein – hätten sie aber tun sollen. Das war kein Elfmeter! Lewy drückte die Kugel übrigens zum 19. Mal in Folge aus 11 Metern über die Linie.