Bayern-Basta: Das sollte Lewandowski zu denken geben

Bayern-Basta: Das sollte Lewandowski zu denken geben
Bayern-Basta: Das sollte Lewandowski zu denken geben

Die Transfer-Saga um Robert Lewandowski hält den FC Bayern weiter in Atem.

Der polnische Nationalspieler drängt auf seinen Abgang und brach erst kürzlich öffentlich mit den Münchnern.

„Was sicher ist: Meine Ära bei Bayern München ist vorbei. Ich sehe keine Möglichkeit, meine Karriere in diesem Klub fortzusetzen angesichts dessen, was in den vergangenen Wochen vorgefallen ist“, erklärte der 33-Jährige auf einer Pressekonferenz der polnischen Nationalmannschaft.

Hainer wird deutlich: „Vertrag ist Vertrag!“

Auf der anderen Seite pochen die Bayern-Bosse Oliver Kahn und Herbert Hainer bisher auf die Erfüllung des Vertrages, der noch bis Juni 2023 läuft – und sparen auch nicht mit Kritik.

Warum Robert diesen Weg gewählt hat, kann ich Ihnen nicht sagen. Solche Äußerungen in der Öffentlichkeit bringen keinen weiter“, fand Kahn bei SPORT1 klare Worte.

Bereits zuvor machte Kahn klar: „Er hat einen Vertrag bis 2023. Diesen Vertrag wird er erfüllen. Basta!“

Präsident Hainer schlug in der Bild am Sonntag nun in dieselbe Kerbe.

„Ich kann Oliver Kahn da nur unterstützen. Vertrag ist Vertrag! Wo kommen wir denn da hin, wenn ein Spieler einen Vertrag vorzeitig beenden kann, während wir als Verein ihn bis zum letzten Tag der Laufzeit voll bezahlen müssten?“, fragte Hainer.

Lewandowski-Hickhack erinnert an Ribéry-Fall

Es scheint so, als sei das letzte Wort in dieser Transfer-Posse noch längst nicht gesprochen - das Hickhack um Lewandowski erinnert jedoch auch unweigerlich an den Fall von Franck Ribéry vor vielen Jahren.

Der Franzose hegte 2009 den Wunsch, den deutschen Rekordmeister zu verlassen und sich Real Madrid anzuschließen.

„Ich habe mich entschieden: Ich will weg. Es wird Real sein – oder gar nichts“, setzte der Offensivspieler damals auch öffentlich den FC Bayern unter Druck.

Die Bayern-Bosse – ähnlich wie bei Lewy bisher – ließ das Vorpreschen jedoch kalt.

Die Sturheit der Bayern-Bosse zahlte sich aus

„Ich interpretiere die Aussage von Franck so: entweder Real oder nichts. Und da ist unsere klare Antwort: nichts. Haben Sie uns unruhig erlebt? Wir sind nicht unruhig. Franck bleibt“, schob der damalige Bayern-Vorstandvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge einem Wechsel den Riegel vor.

Auch Uli Hoeneß wollte sich mit einem Abgang Ribérys partout nicht abfinden und leistete eine Mange Überzeugungsarbeit, um den Franzosen in München zu halten.

Die Gelassenheit und Sturheit der Bayern-Verantwortlichen zahlte sich am Ende aus. Ribéry blieb beim FCB und entwickelte sich zu einer echten Bayern-Legende. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die Erfolgsgeschichte von Ribéry an der Isar ist hinlänglich bekannt – der Flügelspieler feierte mit dem FC Bayern unter anderem neun deutsche Meisterschaften und einen Champions-League-Sieg.

Bayern hofft erneut auf Happy End

Über seinen Verbleib in München und das Wechsel-Veto der Bosse hat sich Ribéry bis heute nicht geärgert.

„Ich bereue nichts, sondern bin stolz, zwölf Jahre bei einem riesigen Verein wie Bayern gewesen zu sein. Dort habe ich alles gewonnen und durfte wichtige Kapitel der Geschichte des Klubs mitschreiben“, fasste Ribéry seine Zeit zusammen.

Als Bayern-Urgestein Thomas Müller kürzlich auf Lewandowski angesprochen wurde, erinnerte er ebenfalls an den Verbleib von Riberý, der für beide Seiten ein voller Erfolg war.

Das Basta der Bayern-Bosse zahlte sich bei Ribéry am Ende aus. Bei Lewandowski hoffen die Verantwortlichen nun möglicherweise auf ein ähnliches Happy End. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

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