Bayern-Basketballer nach Trainer-Aus gedemütigt

Der deutsche Basketball-Pokalsieger Bayern München ist im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Sasa Djordjevic heftig unter die Räder gekommen und schlittert als Bundesliga-Tabellenführer in die Krise. Unter Interimscoach Emir Mutapcic verloren die Münchner am Samstag beim Tabellenvierten EWE Baskets Oldenburg mit 77:100 (37:50). Wettbewerbsübergreifend war es die vierte Niederlage in Serie der bereits für die Play-offs qualifizierten Bayern, die mit 46:6 Punkten nur noch knapp vor Alba Berlin (44:8) stehen.

"Wir haben 100 Punkte zugelassen, die Defense war schlecht, das ist der einzige Grund", sagte Bayern-Kapitän Anton Gavel bei Telekom Sport knapp, er wollte ausdrücklich nicht auf die Trainersituation eingehen. Erst am Donnerstag hatte der Klub die überraschende Trennung von Djordjevic verkündet.

Im Vorlauf dieser Entscheidung war München im EuroCup-Halbfinale an Darüssafaka Istanbul gescheitert und hatte zwei Tage später dann das Liga-Spitzenspiel gegen Verfolger Berlin deutlich mit 72:91 verloren. Es war die erste Liga-Pleite nach 20 Erfolgen in Serie. Den Ausschlag für die Trennung sollen aber Probleme in der internen Kommunikation gegeben haben. Erst im Februar hatten die Münchner unter Djordjevic den ersten Pokalsieg seit 50 Jahren gefeiert. 

Im Kampf um die Endrundenteilnahme der Basketball Bundesliga feierten am Samstag die Giessen 46ers ein wichtiges 107:96 (54:47) gegen medi Bayreuth. Die 46ers dürfen als Zehnter noch auf einen Platz unter den ersten Acht hoffen, Bayreuth liegt weiter recht sicher auf dem fünften Rang. Die BG Göttingen schwebt nach dem 92:103 (49:45) bei Science City Jena weiterhin in Abstiegsgefahr.