Bayerische Wirtschaftsministerin Aigner warnt vor Spaltung der CSU

In der Personaldebatte um den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Horst Seehofer hat Landeswirtschaftsministerin Ilse Aigner vor einer Spaltung der Partei gewarnt

In der Personaldebatte um den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Horst Seehofer hat Landeswirtschaftsministerin Ilse Aigner vor einer Spaltung der Partei gewarnt. "Was dieser Tage geschieht, schadet der CSU und schmälert unsere Durchsetzungskraft in Berlin", sagte die Vorsitzende des CSU-Verbands Oberbayern den "Nürnberger Nachrichten" vom Dienstag. Es sei "aber klar, dass wir unmittelbar nach den Sondierungen eine Lösung für die personelle Aufstellung finden müssen".

"Dabei müssen wir die Spaltung der Partei verhindern", sagte Aigner. "Wir brauchen jetzt Persönlichkeiten mit hoher Integrationskraft." Seehofer hatte zuletzt erklärt, kurz nach dem Ende der Sondierungen in Berlin einen Zeitplan zur Klärung offener Personalfragen vorzulegen. Die Personalfragen sollen auch beim CSU-Parteitag Mitte Dezember Thema sein. Als möglicher Kandidat für die Nachfolge gilt Seehofers innerparteilicher Gegenspieler, Finanzminister Markus Söder.

Als weiterer Kandidat wird der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, gehandelt. Der Parteivizechef stellte sich in der Personaldebatte nun hinter Seehofer. Die CSU habe mit ihm "einen geschätzten Ministerpräsidenten und durchsetzungsstarken Parteichef", sagte Weber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Seehofer und die CSU-Unterhändler in Berlin bräuchten nun "die volle Unterstützung aller in der Partei für die entscheidende Gesprächsphase" über Jamaika.