Bayerische Polizei nimmt Hacker nach jahrelangem Datenklau fest

Die bayerische Polizei hat einen Computerhacker aus Köln wegen des Verdachts eines Datenklaus im großen Stil festnehmen lassen. Wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern und die Polizei in Ingolstadt am Montag mitteilten, soll der 24-Jährige seit mehreren Jahren im Internet Daten ausgespäht und diese danach gewinnbringend verkauft haben. Die Fahndung nach dem Mann dauerte demnach eineinhalb Jahre, ehe er bereits am 6. Februar widerstandslos festgenommen wurde.

Den Ermittlern zufolge war der Tatverdächtige von August 2013 bis Mai 2015 in einem ausschließlich zur Vorbereitung und Begehung von Straftaten gedachten Internetforum aktiv. Dort soll er Zugangsdaten des Zahlungsdienstleisters Paypal und Kreditkartendaten zum Kauf angeboten haben, die er vorher über Phishingmails erlangt hatte. Mitte 2016 soll der Mann dann einen Onlineversandhändler online angegriffen und dabei eine halbe Million Kundendatensätze gestohlen haben.

Diese Daten soll der Festgenommene ebenfalls über Foren verkauft haben - die selbst kriminellen Käufer sollen mit Hilfe der Daten betrügerische Bestellungen bei dem Versandhändler aufgegeben haben. Durch die Strafanzeige des Händlers kamen die Ermittlungen ins Rollen.