Bayer nach starkem dritten Quartal wieder in den schwarzen Zahlen

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Bayer-Zentrale in Leverkusen (AFP/INA FASSBENDER)

Der Chemiekonzern Bayer hat im dritten Quartal seinen Umsatz deutlich gesteigert und seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 erneut angehoben. Der Umsatz zwischen Juli und September stieg um 14,3 Prozent auf 9,781 Milliarden Euro, wie Bayer am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 85 Millionen Euro, nach einem Minus von 2,74 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.

Damit kehrte das Unternehmen, das mit Gerichtsprozessen rund um das Glyphosatmittel Roundup kämpft, zudem nach einem Milliardenverlust im vergangenen Quartal wieder in die Gewinnzone zurück. Insbesondere das Agrargeschäft und die Abteilungen Pharmaceuticals und Consumer Health sorgten laut Bayer zuletzt für Wachstum.

Angesichts der positiven Geschäftszahlen aktualisierte der Chemiekonzern auch seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2021. Bereinigt um Währungseffekte werde der Umsatz um rund sieben Prozent ansteigen, erklärte Bayer. Bisher war mit einem Umsatzanstieg von sechs Prozent gerechnet worden.

Immer wieder muss sich Bayer nach dem Kauf des Agrarkonzerns Monsanto im Jahr 2018 vor Gericht verteidigen. Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup, das von Monsanto hergestellt wird, steht im Zentrum zahlreicher Klagen in den USA. Hierbei geht es vor allem um die Frage, ob von dem Mittel eine krebsauslösende Wirkung ausgeht. Der Konzern hat mehrere Milliarden Dollar zurückgelegt, um mögliche Prozesskosten zu decken.

Bayer betont stets, dass das Mittel bei sachgerechter Anwendung sicher sei und verweist auf die entsprechende Einschätzung unter anderem der US-Umweltbehörde EPA und auch der Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland. Die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung hatte 2015 hingegen konstatiert, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend bei Menschen" sei.

fho/hcy

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