Wieso Bayer Havertz und Volland nicht mehr vermisst

Patrick Berger
·Lesedauer: 2 Min.

Das hätten vor der Saison wohl die Wenigsten gedacht: Bayern Leverkusen bleibt nach dem 4:3-Spektakel gegen Borussia Mönchengladbach auch am 7. Spieltag ungeschlagen - und ist aktuell sogar besser als mit Kai Havertz und Kevin Volland!

Die beiden Top-Angreifer waren in der vergangenen Bundesliga-Saison zusammen an 34 Toren beteiligt. Havertz (wechselte zu Chelsea) schoss zwölf Tore und gab fünf Vorlagen, Volland (ging nach Monaco) lag bei zehn Treffern und sieben Assists.

Die große Frage, die sich viele vor der Saison stellten: Kann die Werkself die Abgänge der beiden Offensivkräfte überhaupt kompensieren? Die Antwort bislang: Ja!

Bayer besser als mit Havertz und Volland

Leverkusen erzielte nun schon 31 Treffer (14 davon nach sieben Ligaspielen). Zum Vergleich: Vergangene Saison waren es nur 17 Treffer (12 davon in der Liga).

Peter Bosz sagte nach dem Match gegen Gladbach auf SPORT1-Nachfrage: "Wir haben richtig viel Qualität in der Mannschaft. Ich weiß, dass wir viele offensive Mittelfeldspieler haben, die Tore schießen können."

Der Niederländer hob insbesondere einen seiner Schützlinge heraus. "Lucas Alario macht wieder zwei Tore. Er hat letztes Jahr unter mir sehr wenig gespielt, aktuell macht er das aber hervorragend", lobte Bosz: "Außerdem kommen wir mit viel Schnelligkeit auf den Flügeln.“

Offensiv überzeugen die Leverkusener momentan so richtig. Neben dem 4:3-Sieg gegen Gladbach gab es weitere Torspektakel gegen Nizza (6:2), Freiburg (4:2) oder Hapoel Be'er Sheva (4:2).

Und das, obwohl vor der Saison nur Patrik Schick (aktuell noch verletzt) für 26,5 Millionen Euro für den Sturm verpflichtet wurde. Das reiche nicht, war von vielen Seiten zu hören. Auch Bosz war skeptisch. Ein Torgarant müsse her, hieß es. Der scheint mit Alario aber längst da zu sein.

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Alario in Torlaune, Wirtz und Amiri überzeugen

Der Argentinier ist in einer bestechenden Form und schnürte gegen Gladbach seinen dritten Doppelpack. Er hat jetzt schon mit sieben Treffern so viele erzielt wie in der gesamten letzten Runde. Während Alario in die Volland-Rolle schlüpft, wächst Jungstar Florian Wirtz (17/schon vier Liga-Assists) immer mehr zum Havertz-Nachfolger ran.

Und da wären ja noch Leon Bailey, der das wichtige 3:2 erzielte, oder Nadiem Amiri. Allen voran Amiri spielt stark auf. Der 24-Jährige erzielte schon vier Pflichtspieltore in der laufenden Saison und gab am Sonntagabend die wichtige Vorlage zum 4:2 durch Julian Baumgartlinger.

"Nach den beiden Abgängen, die wir hatten, müssen jetzt andere Spieler Verantwortung übernehmen", erklärte Amiri kürzlich, "und ich will ein Teil davon sein".

Bislang gelingt das in Leverkusen nicht nur ihm hervorragend.