Bayer oder BASF – welches ist die bessere Aktie?

Marion Schlegel
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Seit bekannt wurde, dass Bayer nun wohl bald auch die letzten Genehmigungen für die Monsanto-Übernahme in Händen halten sollte, hat sich die Aktie auf Erholungskurs begeben. Dabei profitierte der Wert auch von zahlreichen Analysten-Einschätzungen. Jefferies beispielsweise hat das Kursziel für Bayer von 118 auf 119 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy" belassen. Die meisten europäischen Pharmakonzerne dürften im ersten Quartal von deutlich negativen Währungseffekten belastet worden sein, erklärte Analyst Ian Hilliker in seiner jüngsten Branchenstudie. Dagegen sollten die in Dollar bilanzierenden Novartis und AstraZeneca von dessen Schwäche gegenüber Euro, Pfund und Franken profitiert haben. Auch Bayer zähle mit Blick auf die anstehende, werthaltige Monsanto-Übernahme zu seinen drei Top-Werte in Europa.

Noch etwas zuversichtlicher sind die US-Analystenhäuser Bernstein Research und JPMorgan. Sie sehen das Kursziel für die Bayer-Aktie bei 123 respektive 122 Euro und empfehlen den Wert überzugewichten. Allerdings betonte JPMorgan-Analyst Richard Vosser, dass der starke Eurokurs und Produktionsprobleme bei bestimmten Medikamenten den Umsatz und das operative Ergebnis des Pharma- und Agrarchemiekonzerns belastet haben sollten.

DER AKTIONÄR bleibt skeptisch, was die weitere Entwicklung der Bayer-Aktie angeht. Deutlich mehr traut DER AKTIONÄR dem ebenfalls im DAX notierten Chemiekonzern BASF zu, der vom Bayer-Monsanto-Deal überproportional profitiert. BASF wird vom Rivalen Bayer bestimmte Pflanzenschutzmittel und verschiedene Saatgut-Arten übernehmen, die die Leverkusener im Zuge der geplanten Monsanto-Übernahme abgeben müssen. Bayer will zudem das eigene Digital-Farming-Geschäft an BASF verkaufen. Aus charttechnischer Sicht ist jedoch auch die Aktie von Bayer angeschlagen. Neueinsteiger warten deswegen ein charttechnische Signal, wie den Sprung über die 200-Tage-Linie ab. Langfristig dürfte die BASF-Aktie den Anlegern viel Freude bereiten. Nicht zu vergessen außerdem: die starke Dividendenrendite von derzeit 3,7 Prozent.