Bayer: Übernahmeziel Monsanto verfehlt Erwartungen – warten auf grünes Licht

Michel Doepke
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Bayer: Der Anfang vom Glyphosat-Ende

Monsanto hat vor der Übernahme durch Bayer schwache Zahlen zum zweiten Quartal präsentiert. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis je Aktie lag unter den Schätzungen der Analysten. Derweil gibt sich der amerikanische Saatgut-Konzern optimistisch, den Mega-Deal zeitnah über die Bühne zu bringen. Anleger reagieren erleichtert und treiben die Aktien nach oben.

Im zweiten Geschäftsquartal des laufenden Fiskaljahres erzielte Monsanto einen Umsatz von 5,02 Milliarden Dollar (Erwartung 5,34 Milliarden Dollar) und damit ein Prozent weniger, als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich steht ein Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar zu Buche, ein Plus von sieben Prozent. Hauptgrund für den Anstieg sind höhere Preise von Glyphosat.

Übernahme im Fokus

Die Quartalszahlen sind nicht berauschend, wichtiger sind jedoch Aussagen vom Konzern im Hinblick auf die bevorstehende Übernahme durch den DAX-Konzern Bayer. Im März erhielt der milliardenschwere Deal unter Auflagen bereits grünes Licht der EU-Wettbewerbshüter. Monsanto erwartet, im laufenden zweiten Kalenderviertel noch die fehlenden Genehmigungen von den US-Behörden einzuholen.

Bayer meiden

Monsanto wusste mit den Zahlen zum zweiten Quartal nicht zu überzeugen. Unverändert steht DER AKTIONÄR dem Deal zwischen Monsanto und Bayer kritisch gegenüber. Es gibt deutlich bessere Titel im DAX und im Pharma-Sektor, als die des Leverkusener Konzerns.