Bauwirtschaft rechnet mit weiterem Umsatzwachstum

Die Regierung will steuerliche Anreize für den Neubau bezahlbarer Mietwohnungen schaffen. Dazu soll zusätzlich zur normalen Abschreibung eine befristete Sonderabschreibung eingeführt werden

Die deutsche Bauwirtschaft wächst seit Jahren kontinuierlich, sowohl was Umsatz als auch Beschäftigtenzahl betrifft. Vergangenes Jahr betrug der Umsatz mit 315,5 Milliarden Euro rund drei Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Bundesvereinigung Bauwirtschaft am Donnerstag mitteilte. Für dieses Jahr erwartet der Verband bei den Umsätzen 2,6 Prozent Wachstum und 35.000 zusätzliche Beschäftigte. Grund ist die nach wie vor starke Nachfrage nach neuen Wohnungen.

In der Vereinigung sind 385.000 Betriebe mit knapp 3,3 Millionen Beschäftigten organisiert. Den größten Anteil hat der Bereich Gebäudetechnik. Hier erwartet der Verband dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 2,4 Prozent auf 129 Milliarden Euro. Der Bereich Ausbau soll um zwei Prozent auf 88 Milliarden Euro wachsen. Der Bereich Bauhauptgewerbe und Garten- und Landschaftsbau soll mit drei Prozent mehr Umsatz (107 Milliarden Euro) Wachstumstreiber werden.

Dabei sollen bei den Ein- und Zweifamilienhäusern etwa so viele Wohnungen wie im Vorjahr gebaut werden, nämlich rund 100.000. Bei den Mehrfamilienhäusern sieht der Verband ein deutliches Wachstum der Nachfrage auf 175.000 Wohnungen.

Zu den drohenden Fahrverboten für Dieselautos erklärte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider: "Wir können nur bauen, wenn wir die Baustellen mit unseren Fahrzeugen auch erreichen". Er forderte deshalb bundeseinheitliche Regelungen, damit Rechtssicherheit bestehe - und umfassende Ausnahmen für seine Branche.