Baustart in Berlin: Im einstigen Olympischen Dorf entstehen Hunderte Wohnungen

Erster Spatenstich für den Ausbau: Erik Roßnagel (v.l.), Bürgermeister Holger Schreiber, Staatssekretär Gunther Adler, Thomas Jebsen

Mehr als 80 Jahre haben tiefe Spuren hinterlassen: Der Putz fällt von den Wänden, viele Fenster sind mit Brettern zugenagelt und manch eine Kachel ist zerbrochen. Doch das Speisehaus der Nationen, eines der Hauptgebäude im Olympischen Dorf von 1936, ist mit seiner geschwungenen Front und den großen Terrassen noch gut zu erkennen. Künftig sollen hier 100 Wohnungen angeboten werden, die angesichts der Wohnungsknappheit in Berlin auch dringend benötigt werden.

Das Olympische Dorf an der westlichen Stadtgrenze von Berlin wird seit Dienstag für Wohnzwecke ausgebaut. Neben den 100 Wohnungen werden an mehreren Stellen, wo einst Sportlerhäuser standen, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser mit weiteren rund 350 Wohnungen gebaut. Die Baukosten für den ersten Abschnitt, der rund ein Fünftel des 52 Hektar großen Areals umfasst, werden auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt. Die Bundesregierung unterstützt die Sanierung als national bedeutsames Stadtentwicklungsprojekt mit 2,3 Millionen Euro, die Gemeinde steuert 1,3 Millionen Euro dazu. Die Wohnungen sollen von 2019/2020 an verkauft oder vermietet werden.

Rund 25 Jahre Verfall

Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) spricht von der Krönung seines Schaffens als Gemeindeoberhaupt. "Wir haben über Jahre hart gekämpft." Seit rund 25 Jahren zerfielen die noch stehenden Häuser auf dem Gelände. Ihm war klar, dass das Dorf nur mit Führungen, ohne eine wirtschaftliche Nutzung nicht zu halten ist. Nun soll mit einer denkmalgerechten Sanie...

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