Baumot-Aktie haussiert: Politik schürt frische Fantasie

Michel Doepke
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Binnen weniger Tage konnte sich die Aktie von Baumot im Juli auf über 3,00 Euro vervielfachen. Der Hype um den möglichen Diesel-Profiteur ist spürbar abgeflacht – bis heute. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks schürt mit Aussagen zu möglichen Nachrüstungen bei Diesel-Fahrzeugen neue Fantasie bei dem Hot Stock. „Es wird eine Nachrüstung der Hardware geben müssen“, so die Ministerin im Gespräch beim ARD-Morgenmagazin.

Da Baumot mit dem BNOx-SCR-Nachrüstsystem eine Hardwarelösung bietet, springt die Aktie über 30 Prozent an. Denn diese Technologie ermöglicht die Umrüstung von Euro-5 sowie Euro-Diesel und gegebenenfalls auch Euro-2-Diesel auf die schadstoffärmere Euro-6-Norm. Hendricks verweist auf eine neue Studie und betont, dass die Reduktion von Stickoxiden mit Software-Updates in den Städten lediglich im einstelligen Prozentbereich fällt. Daher reichen die Maßnahmen, welche Anfang August beim Diesel-Gipfel beschlossen wurden, nicht aus. Fahrverbote seien in den Städten weiter möglich. Als neuer Diesel-Ersatz wiederum kommen nur Fahrzeuge mit der Norm Euro-6d sowie sparsame Benziner oder Hybrid-Fahrzeuge in Frage, so Hendricks.

Nur für Zocker

Es bleibt offen, ob es weitere Nachbesserungen bei den betroffenen Diesel-Fahrzeugen geben wird. Am 24. September 2017 stehen die Bundestagswahlen an – ein möglicher neuer politischer Kurs kann sowohl positiv als auch negativ für die Baumot-Lösung sein. Nach wie vor bleibt die Aktie nur Zockern vorbehalten. Das Papier befindet sich im Depot der AKTIONÄR-Turnaround-Formel.