Bauhaus-Jubiläum: Mehr Platz für die Gäste im Mies van der Rohe Haus

Das Haus Lemke, jetzt ein Museum, ist der letzte in Deutschland realisierte Wohnhausbau Mies van der Rohes

2019 steht der 100. Geburtstag des Bauhauses an. Das Jubiläum soll ein international beachtetes Ereignis werden, finanziell unterstützt von der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Erweiterungs- und Neubauten der Bauhaus-Museen in Weimar, dort wurde es 1919 gegründet, Dessau und Berlin sind geplant. In der Hauptstadt profitiert das Bauhaus-Archiv von dem Jubiläum, der Anbau soll bis dahin fertig sein. Bund und Land teilen sich die Baukosten, die bei 44 Millionen Euro liegen.

Nur ein Bruchteil dieser Summe würde eine weitere Berliner Bauhaus-Einrichtung glücklich machen: Das "Mies van der Rohe Haus" am Obersee im Bezirk Lichtenberg. Das Museum wünscht sich einen Anbau, um seinem "Bildungsauftrag gerecht werden zu können", so formuliert es Leiterin Wita Noack. "Zwischen 1000 und 1500 Besucher" hat die kleine Einrichtung pro Monat, wenn eine ganze Reisegruppe kommt, "wird es eng im Haus".

Der Architekt Benedict Tonon, dessen gemeinsam mit Heike Hanada gestalteter Entwurf für das neue Bauhausmuseum in Weimar gerade realisiert wird, hat dafür ein Modell gebaut: Kein architektonischer Gegenentwurf zum, sondern eine Verbeugung vor dem Mies-Bau, dessen Proportionen aufgenommen werden. Die geschätzten Baukosten "liegen bei zwei Millionen Euro", sagt Wita Noack.

Bild Nr. 1:
Das frühere Arbeitszimmer mit Blick in den Garten. Das Haus wird heute auch für Kunstausstellungen genutzt Reto Klar

Das Mies van der Rohe Haus ist ein Kleinod der klassischen Moderne. Wunderschön gelegen auf einem knapp 3000 Quadratmeter großem Wassergrundstück. Vom Wohnzimmer mit seiner bodentiefen Glasfront und der Terrasse aus schau...

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