"Bauer sucht Frau": Wenn der romantische Schein trügt...

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"Bauer sucht Frau": Wenn der romantische Schein trügt...

Statt zwei voller Stunden ländlicher Romantik gab es am Montag bei "Bauer sucht Frau" auch spannende Exotik - und unterkühlte Reaktionen.

Endlich geht es so richtig los: Bei "Bauer sucht Frau" begannen mit der Folge vom Montag die Hofwochen. Den Anfang machte "der abenteuerlichste Ort, an dem wir je einen Bauern besucht haben", wie Moderatorin Inka Bause (48, "Schritte") klarstellte. Ähnliches werden sich wohl auch die beiden Kandidatinnen Anna und Christine gedacht haben, die Sonnyboy-Farmer Gerald (31) in Namibia besuchten.

Nach vielen Stunden Flug kamen die beiden Frauen am Flughafen an und wurden von dem attraktiven Rinderzüchter abgeholt - der zwei weitere Stunden mit den beiden fuhr, um zu seinem Hof zu gelangen. Auf dem Weg gab es aber gleich noch einen kleinen "Taste of Africa", wie er scherzte: Bei einer kurzen Rast an einer Tankstelle mussten die Mädels feststellen, dass es dort weder eine funktionierende Toilettentüre noch Klopapier gab. Auf dem Hof durften die beiden dann Geralds Eltern bei einem kleinen Begrüßungstrank kennenlernen. Vater Helmut freute sich darüber, dass sein Sohn so "hübsche" Frauen ausgesucht hatte. Doch Sohnemann zeigte sich noch nicht wirklich von der romantischen Seite. "Ich kann einfach nur sagen, dass ich dich mag", erklärte Anna beim abendlichen Grillen. "Ich muss erst mal schnell das Fleisch holen", antwortete er.

So schnell ging noch keine Kandidatin

Pferdekutscher Herbert (47) holte unterdessen seine Claudia mit einem Gespann an der Bushaltestelle ab und zeigte sich schon bei ihrer Ankunft sehr optimistisch: "Ich glaube, da könnt was passieren - und das ziemlich schnell". Zu dem Zeitpunkt waren auch bei Claudia die "Schmetterlinge noch da". Nach der Kutschenfahrt, ihrem Highlight des Tages, und der Fütterung von Gänsen, Ziegen, Lämmern sowie Haflingern ging es jedoch recht schnell ziemlich steil bergab.

"Als ich dann in das Haus trat, veränderte sich in mir so ein bisschen die Stimmung", erzählte Claudia, der schon die Küchen-Wohnzimmerkombination nicht gefiel und die zwischen Spinnweben über den unaufgeräumten Dachboden zu ihrem Gästezimmer geführt wurde. "Das hat mich schon sehr schockiert, wie man da so leben kann", war ihr Fazit, das sich noch verschlimmern sollte. Zum Abendbrot gab es völlig unromantisch eine Scheibe Brot mit Käse - und Herbert aß nicht einmal mit: "Grenzwertig", wie Claudia fand. Besser machten seine doppeldeutigen Sprüche die Sache nicht.

"Ich müsste dich verändern und das möchte ich irgendwo nicht", erklärte sie bei einer anschließenden Aussprache und reiste ab. Dabei hätte Herbert mit ihr später sogar eine Wohnung kaufen wollen, wenn alles gepasst hätte. Es habe ihm sehr wehgetan, dass Claudia ihm keine Chance gab, bekannte der enttäuschte Kandidat.

Ein Chalet und ein kaputter Wagen

Der Schweizer André (60) lebt in einer selbstgebauten Berghütte und bekam ebenfalls Besuch von gleich zwei Damen. In einem Restaurant empfing er zunächst Gymnastiklehrerin Marlies und dann Arzthelferin Heike. Beide sah er zum ersten Mal, da er wegen seinen Tieren nicht zum Scheunenfest konnte. Marlies schenkte ihm eine Walnuss und ein nettes kleines Gedicht, Heike hatte selbstgestrickte Socken für André mitgebracht. Beim Käsefondue lernten sich die Drei näher kennen.

Schon Andrés Auto wies darauf hin, was die beiden Kandidatinnen erwarten würde. Marlies und Heike mussten auf der Ladefläche sitzen, in einem Pkw, der in Deutschland dank fehlenden Nummernschilds und kaputten Außenspiegels vermutlich nicht lange auf den Straßen bleiben dürfte. Auch bei dem Schweizer gab es schließlich Toilettenprobleme, denn Fließendwasser gab es weder in der Küche noch im Bad. Das Gästezimmer unter dem Dach war - ähnlich wie bei Herbert - völlig zugestellt. Gerade noch war auf dem Boden Platz für zwei Matratzen, auf denen die Damen schlafen sollten.

Die missglückte Tandemfahrt

Hobbybauer Reinhold (58) holte seine Siegrid mit einem pinken Tandem von der Bushaltestelle ab - doof nur, dass er überhaupt nicht daran gedacht hatte, dass sie auch Gepäck dabei haben würde. Ohne Anhänger oder eine sonstige Lösung mussten die beiden den mehrere Kilometer langen Weg zum Hof zu Fuß zurücklegen. Passend, dass Reinhold gleich in sportlichem Fußballtrikot und Jogginghose gekommen war. Für sie wäre zwar eine Kutsche "die Wunschvorstellung" gewesen, aber übel nahm Siegrid ihm den ausgedehnten Spaziergang nicht - schließlich ist seine Heimat, die Magdeburger Börde, recht pittoresk.

Hesse Klaus (57) holte Kandidatin Tiwaporn mit einem riesigen Party-Anhänger am Traktor ab. Nach einem Sektchen auf der laut Klaus "fantastischen" Fahrt ging es auf dem Hof gleich ans Kochen. Tiwaporn musste mit anpacken, auch wenn es nur Trockenbrot und Spiegelei gab. Romantisch geht ohnehin anders, denn bei dem wenig liebevollen Pappteller- und Plastikbesteck-Gedeck ging jegliche Romantik verloren. Ein mächtiger Fauxpas, ist Tiwaporn doch gutes Essen sehr wichtig. Wirklich verärgert war sie jedoch nicht - auch, weil Klaus ihr versprach, dass gleich am nächsten Tag richtiges Besteck auf den Tisch kommen werde.

Auf einem 250 Jahre alten Hof im Thüringer Wald lebt Günter (66), der Altenpflegerin Rosi mit seinem Oldtimer-Traktor abholte. Auf dem Hof direkt von einem kleinen Schlachtraum begrüßt offenbarte Rosi, dass sie es durchaus rustikaler möge. Sie fand es toll, dass er seine eigenen Würste macht. Besonders passend also, dass Günter sie für einen Schlummertrunk mit Hopfenschnaps und selbstgeschlachteten Köstlichkeiten überraschte.

Der letzte der liebestollen Landwirte war Milchviehhalter Klaus Jürgen (44). Zwar verstanden er und Nageldesignerin Christa sich gut - sie hatte aber auch das wohl härteste Los gezogen, denn seine Bleibe war nicht nur unordentlich, sondern teils auch noch richtig dreckig. Christa machte gute Mine zum bösen Spiel und meinte, dass sie erst einmal Putzmittel besorgen müsse. Noch schlimmer jedoch: Klaus Jürgens Mutter konnte mit Christa so überhaupt nichts anfangen. Das fiel nicht nur der Kandidatin auf, sondern war auch für die Zuschauer deutlich zu sehen. Kaum ein Wort sprach sie mit Christa, die sich sichtlich Mühe gab. Mamas Fazit: Nur ein Kopfschütteln...

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