Bauarbeiten: Uferwand an der Spree völlig marode

·Lesedauer: 1 Min.

Berlin . Dass Berlins Infrastruktur an vielen Stellen bröckelt, ist bekannt. Der jahrelange Sparkurs fordert seinen Tribut an Brücken, Straßen, Schienen. Und auch an Uferwänden der Berliner Gewässer. Die jüngste Hiobsbotschaft überbrachte die Umwelt- und Verkehrsverwaltung am Mittwoch im Hauptausschuss. Die Uferwand der Spree an der Schillingbrücke ist so kaputt, dass es mit einer Sanierung nicht mehr getan ist. „Ein Ersatzneubau ist nötig“, sagte Lutz Adam, der Leiter der Tiefbauabteilung. Man plane nun zunächst kurzfristige Sicherungsmaßnahmen, später werde man dann die Erneuerung vorbereiten.

Gebäude am Spreeufer womöglich nicht dauerhaft standsicher

Aufschluss über den Zustand der Wand liefert ein Gutachten, das aus für die Abgeordneten nicht nachvollziehbaren Gründen nicht öffentlich einsehbar ist, sondern nur im Datenraum des Parlaments liegt. Darin, so hieß es, werde auch gewarnt, die Gebäude am Spreeufer seien womöglich nicht dauerhaft standsicher.

Bauamt sperrte bereits den Club Yaam

Das betrifft zunächst den derzeit ohnehin geschlossenen Yaam-Club. Die beliebte Kultureinrichtung war bereits Ende Juni vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Die Halle steht keine drei Meter von der einsturzgefährdeten Kaimauer entfernt. Dass das Yaam dort jemals wieder öffnen kann, ist fraglich.

Ob die Neubauten in der Nachbarschaft mit ähnlichem Risiko rechnen müssen, war am Mittwoch unklar. Wie viel Geld der Neubau der Uferwand kosten wird, ist ebenfalls...

Lesen Sie hier weiter!