Bau-Zulieferer fordern weitergehende Preisgleitklauseln

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BERLIN (dpa-AFX) - Die Baubranche fordert mehr Hilfen angesichts wirtschaftlicher Probleme aufgrund des Kriegs in der Ukraine. In einem gemeinsamen Schreiben riefen mehrere Verbände die Bundesregierung dazu auf, sogenannte Preisgleitklauseln zu erweitern. Solche Klauseln sollen Lieferanten mit langfristigen Lieferverträgen vor größeren Preisschwankungen schützen. Bei den unterzeichnenden Verbänden handelt es sich vor allem um Interessenvertretungen von Zuliefer-Branchen der Industrie.

"Die aus dem massiv gestiegenen Erdgaspreis resultierende Verteuerung der Produkte trifft alle Unternehmen der Wertschöpfungskette wie auch Endverbraucher", schreiben die Verbände. "Diese Kostensteigerung manifestiert sich nicht nur beim Endkunden, sondern in erster Linie bei den Unternehmen, die auf Grund langfristig vereinbarter Lieferverpflichtungen heute Produkte zu Preisen liefern müssen, die vor Monaten vereinbart wurden und nicht länger zu halten sind."

Zwar habe die Bundesregierung bereits ihren Willen bekundet, bei ihren Bauprojekten mit entsprechenden Klauseln in den Verträgen zu arbeiten. "Nicht verständlich ist uns jedoch, warum Glas, Kunststoff, Mineralwolle und Keramik nicht in den hier aufgelisteten Produktgruppen enthalten sind", schreiben die Verbände. Außerdem fordern sie die Regierung dazu auf, auch Länder und Kommunen dazu anzuhalten, bei öffentlichen Projekten Preisgleitklauseln zu ermöglichen.

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