Basketball: Supercup legt Baustellen der DBB-Herren offen

"Besser werden" lautet derzeit das simple Motto der deutschen Basketball-Nationalmannschaft - zumindest war dies während des Supercups in Hamburg im Lager der Gastgeber allerorts zu hören. Nach einem überzeugenden Sieg gegen Russland (79:76) und zwei ernüchternden Niederlagen gegen Polen (75:80) und Serbien (56:87) ist klar: Nicht einmal zwei Wochen vor dem EM-Start hat das Team um NBA-Star Dennis Schröder noch viel Luft nach oben.

"Besser werden" lautet derzeit das simple Motto der deutschen Basketball-Nationalmannschaft - zumindest war dies während des Supercups in Hamburg im Lager der Gastgeber allerorts zu hören. Nach einem überzeugenden Sieg gegen Russland (79:76) und zwei ernüchternden Niederlagen gegen Polen (75:80) und Serbien (56:87) ist klar: Nicht einmal zwei Wochen vor dem EM-Start hat das Team um NBA-Star Dennis Schröder noch viel Luft nach oben.

"Über das Wochenende sind wir auf jeden Fall besser geworden, im heutigen Spiel aber nicht", sagte der enttäuschte Flügelspieler Akeem Vargas nach der deutlichen Niederlage gegen den Vize-Weltmeister am Sonntag. Bundestrainer Chris Fleming fügte zum Abschluss des Vorbereitungsturniers auf die EuroBasket (31. August bis 17. September) hinzu: "Das ist der Ist-Zustand - da wo die Messlatte hängt, wenn man gegen Top-Teams spielt."

Mit hartem körperlichem Spiel wies EM-Mitfavorit Serbien dem jungen deutschen Team die Grenzen auf. "Da haben wir noch viel zu tun", meinte Fleming. Eklatanter traten gegen den Olympiazweiten allerdings die Schwächen im Zusammenspiel zutage. "Vor allem im Teamplay hakt es. Wir müssen offensiv schneller spielen und wissen, wo der andere ist", sagte Danilo Barthel. Gegen Serbien leisteten sich die Fleming-Schützlinge 17 Ballverluste, zuvor gegen Polen waren es gar 20 - ein Zeichen fehlender Abstimmung.

DBB vollkommen abhängig von Dennis Schröder

Einmal mehr zeigte sich zudem die große Abhängigkeit von NBA-Star Schröder. Nach Gala-Auftritten gegen Russland (28 Punkte) und Polen (26) wirkte der gebürtige Braunschweiger, der seit 2013 sein Geld bei den Atlanta Hawks verdient, beim chancenlosen Auftritt gegen Serbien müde. Als Schröder gegen Polen im ersten Viertel eine Pause bekam, gelang Deutschland mehr als vier Minuten lang kein Korb.

"Wir wollen bei diesem Turnier besser werden und es nicht unbedingt gewinnen", hatte der 23-Jährige zuvor noch die Devise für den Supercup ausgegeben. Dass Kapitän Robin Benzing mit einer Knieverletzung das ohnehin schon prall gefüllte deutsche Lazarett vergrößerte und NBA-Neuling Daniel Theis noch vor dem Serbien-Match für einige Tage zu seinem neuen Klub Boston Celtics in die USA fliegen musste, macht dies nicht einfacher.

Fleming fordert bessere Kollektivleistung

Doch das waren nicht die einzigen Baustellen, die sich in der Hamburger Inselparkhalle zeigten. Gegen Russland bekam die deutsche Verteidigung keinen Zugriff auf die Distanzschützen und kassierte 14 Dreier. Polen (14 Offensiv-Rebounds) und Serbien (19) dominierten hingegen unter den Körben. Fleming forderte von seiner Mannschaft auch deshalb: "Wir brauchen aus dem Kollektiv eine deutlich bessere Leistung und deutlich mehr Einsatz von der Gesamttruppe."

Dennoch gab es neben Schröder in der Hansestadt weitere Lichtblicke. Die jungen Johannes Thiemann (23), Isaiah Hartenstein (19) und Ismet Akpinar (22) zeigten ansprechende Leistungen. Bei der Aufholjagd gegen die Russen nach Zehn-Punkte-Rückstand im dritten Viertel bewies das Team zudem Kämpferqualitäten.

Elf Tage bleiben der DBB-Auswahl noch bis zum EM-Auftakt gegen die Ukraine in Tel Aviv/Israel. "Wir haben wenig Zeit zusammen und können die Last, die Dennis zu tragen hat, nicht umlegen", fasste Coach Fleming zusammen: "Aber ich hoffe, dass wir bis zur EuroBasket immer besser werden."

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