BASF nach den Zahlen: Das musst du jetzt wissen!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Am 24.10.2017 hat auch BASF (WKN:BASF11) im Zuge der aktuellen Berichtssaison seine Quartalszahlen vorgelegt. Zwar gab die Aktie im Verlauf dieses Handelstages um in etwa 1 % nach, das dürfte aber meiner Meinung nach fundamental wenig mit dem präsentierten Zahlenwerk zutun haben.

Aber langsam. Werfen wir zunächst erst einmal einen Blick auf den Quartalsbericht, bevor wir voreilige Schlüsse ziehen:

Das große Ganze!

Wenn du mich fragst, war das dritte Quartal für BASF alles in allem sehr erfolgreich. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 % auf 15.255 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis stieg ebenfalls von 1,10 Euro im Vorjahr auf 1,40 Euro je Aktie im dritten Quartal an. Immerhin ein Ergebnisplus von sage und schreibe rund 27 %.

Damit setzt BASF eine Entwicklung fort, die bereits seit einiger Zeit anhält. Im gesamten, bisherigen Geschäftsverlauf 2017, also von Januar bis September, konnte BASF nämlich einen Umsatz in Höhe von 48.376 Millionen Euro verzeichnen, im Gegensatz zu 42.704 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch das bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt für die ersten neun Monate in 2017 5,15 Euro je Aktie nach 4,04 Euro im gleichen Zeitraum 2016.

Es scheint, als würde es 2017 wirklich rund für BASF laufen.

Auch im Kleinen gibt es wenig zu beanstanden

Ein detaillierterer Blick in die einzelnen Sparten offenbart, dass es auch hier im Wesentlichen für BASF umsatztechnisch voranging. Alle Sparten, allen voran Oil & Gas, Functional Materials & Solutions und natürlich Chemicals konnten aus Umsatzsicht sowohl im dritten Quartal als auch innerhalb der ersten neun Monate glänzen.

Einzig und allein die Sparte Agricultural Solutions patzte mit einem Umsatzrückgang von 6 % auf Quartalssicht. Ein zu verkraftender Wehrmutstropfen, wenn du mich fragst.

Woran man sich ebenfalls reiben könnte, sofern man denn unbedingt möchte, wären regionale Rückgänge. Südamerika, Afrika und der Nahe Osten verzeichneten nämlich einen Umsatzeinbruch in Höhe von rund 7 %, gemessen in Euro. Auch das ist aber nebensächlich, angesichts eines verzeichneten Wachstums von 19 % im Asien-Pazifikraum und 11 % in Europa (gemessen auch jeweils in Euro).

Es scheint also, als würde nicht nur oberflächlich, sondern auch im Detail bei BASF vieles stimmen.

Es scheint aufwärts zu gehen bei BASF

Alles in allem lässt sowohl das aktuelle Quartal als auch der bisherige Gesamtverlauf 2017 gut und gerne den Rückschluss zu, dass es geschäftlich momentan aufwärts geht bei BASF. Umsatz und Ergebnis je Aktie steigen, was den Investoren grundsätzlich natürlich gefallen sollte.

Wer sich jedoch ins kleinteilige verliert, kann selbstverständlich die ein oder andere kosmetische Macke im aktuellen Zahlenwerk finden. In der Regel sollte man als Investor aber stets das Große und Ganze im Auge behalten.

Und das Große und Ganze im aktuellen Geschäftsjahr ist nun mal, dass es im Großen und Ganzen sowohl umsatzmäßig als auch ergebnismäßig geradlinig bergauf geht.

Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2017