BASF will Öl- und Gastochter Wintershall mit Dea fusionieren

BASF will Wintershall mit Dea fusionieren

Der Chemiekonzern BASF will seine Öl- und Gastochter Wintershall mit der Dea-Gruppe fusionieren, die zum Fonds Letter One des russischen Milliardärs Michail Fridman gehört. Wie BASF am Donnerstagabend mitteilte, unterzeichneten der Ludwigshafener Konzern und Letter One eine entsprechende Absichtserklärung. Das Joint Venture würde demnach unter dem Namen Wintershall Dea firmieren. Mittelfristig sei ein Börsengang angestrebt.

"Wintershall Dea hätte signifikantes Wachstumspotenzial und wäre eines der größten unabhängigen europäischen Explorations- und Produktionsunternehmen", erklärte BASF. Die Öl-und-Gas-Aktivitäten des Chemiekonzerns sind bislang in der Wintershall-Gruppe zusammengefasst, die sich auf die Exploration und Produktion in öl- und gasreichen Regionen konzentriert.

Das Öl- und Gasgeschäft von Letter One umfasst die Dea Deutsche Erdöl AG und ihre Tochtergesellschaften. Der in Luxemburg ansässige Fonds hatte Dea 2015 vom Energiekonzern RWE für 5,1 Milliarden Euro übernommen. Das Bundeswirtschaftsministerium prüfte das Geschäft damals um festzustellen, ob es die öffentliche Ordnung und Sicherheit Deutschlands gefährde, hatte dann aber keine Einwände. Ausschlaggebend war, dass der Käufer seinen Firmensitz in der EU hat.

Mit einem Abschluss der Fusion von Wintershall und Dea könnte BASF zufolge in der zweiten Jahreshälfte 2018 gerechnet werden. Noch bestehe aber "keinerlei Gewissheit", dass es eine endgültige Vereinbarung geben und die angestrebte Transaktion vollzogen werde.