BASF und Royal Dutch Shell: Welche Folgen hat Hurrikan Harvey?

Thorsten Küfner
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BASF und Royal Dutch Shell: Welche Folgen hat Hurrikan Harvey?

Der Hurrikan Harvey hat in weiten Teilen des US-Bundesstaates Texas für schwere Verwüstungen gesorgt. Für die vielen dort aktiven Unternehmen stellt dies natürlich eine starke Belastung dar. DER AKTIONÄR zeigt auf, inwieweit die dort tätigen Konzerne BASF und Royal Dutch Shell durch den Wirbelsturm beeinträchtigt werden.

Beim deutschen Chemieriesen wurden bereits mehrere kleinere Anlagen in Texas heruntergefahren. An den wirtschaftlich weitaus bedeutenderen Großanlagen wie vor allem dem Verbundstandort Port Arthur wird hingegen weiter gearbeitet und Rohöl weiterverarbeitet. Allerdings schließt BASF derzeit nicht aus, auch den dortigen Cracker herunterzufahren. Dies würde sicherlich zu spürbaren Verlusten führen.

Bei Royal Dutch Shell sind nun die Angestellten auf die Ölbohrplattform Perdido im Golf von Mexiko wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt, nachdem diese bereits am 23. August geräumt wurde. Hier fördert Shell pro Tag etwa 100.000 Barrel pro Tag, was in etwa drei Prozent der täglichen Fördermenge des Energieriesen entspricht. Dafür hat Shell nun Probleme an der Raffinerie „Deer Park“ sowie einer Chemieanlage nahe Houston. Allzu große finanzielle Belastungen werden für den britisch-niederländischen Konzern allerdings nicht erwartet.

Aktien bleiben attraktiv
DER AKTIONÄR hält indes an den Kaufempfehlungen für die beiden Blue Chips nach wie vor fest. Der Stopp bei BASF sollte bei 68,00 Euro belassen werden. Wer die Anteile von Shell im Depot hat, sollte sein Investment bei 20,50 Euro absichern.