BASF prüft Fusion seines Öl- und Gasgeschäfts mit Dea

Der Chemiekonzern BASF prüft eine Fusion seines Öl- und Gasgeschäft mit der Dea-Gruppe, die zum Fonds Letter One des russischen Milliardärs Michail Fridman gehört

Der Chemiekonzern BASF prüft eine Fusion seines Öl- und Gasgeschäfts mit der Dea-Gruppe, die zum Fonds Letter One des russischen Milliardärs Michail Fridman gehört. BASF bestätigte am Freitag Gespräche mit Letter One. Mittelfristig wäre ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option, erklärte BASF. Der Chemiekonzern würde demnach nach einem möglichen Zusammenschluss die Aktienmehrheit halten. Noch sei der Ausgang der Gespräche allerdings offen.

Die Öl-und-Gas-Aktivitäten von BASF sind in der Wintershall-Gruppe zusammengefasst, die sich auf die Exploration und Produktion in öl- und gasreichen Regionen konzentriert. 2016 lag der Umsatz im Öl- und Gassegment der BASF-Gruppe bei rund 2,8 Milliarden Euro. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge würden beide Unternehmen nach einem Zusammenschluss mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden.

Der in Luxemburg ansässige Fonds Letter One hatte Dea 2015 vom Energiekonzern RWE für 5,1 Milliarden Euro übernommen. Auch damals soll BASF bereits interessiert gewesen sein. Angesichts der nun bestätigten Gespräche legte der Kurs der BASF-Aktie am Nachmittag in Frankfurt am Main um mehr als drei Prozent zu.