BASF prüft Abspaltung von Wintershalls Russland-Geschäft: Kreise

(Bloomberg) -- Die BASF SE prüft informierten Kreisen zufolge eine mögliche Veräußerung des Russlandgeschäfts ihrer Sparte Wintershall Dea AG an ihren russischen Partner, den Milliardär Mikhail Fridman.

Der deutsche Chemieriese erwägt die Übertragung an Fridmans Investmentfirma LetterOne, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Die Aufteilung würde es BASF ermöglichen, die Pläne für einen Börsengang der Wintershall wiederzubeleben - was LetterOne bisher versucht zu blockieren.

BASF lehnte eine Stellungnahme ab, ebenso wie ein Vertreter von LetterOne.

Die BASF hatte den Börsengang nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine auf Eis gelegt. Ziel des IPOs war es, sich aus dem Öl- und Gasgeschäft zurückzuziehen. Die Ludwigshafener halten einen Anteil von 67% an Wintershall, einem der führenden europäischen Öl- und Gasproduzenten mit 2.400 direkten Mitarbeitern; LetterOne hält den Rest. Im vergangenen Jahr stammten etwas mehr als 11% des Wintershall-Umsatzes von insgesamt 7,8 Milliarden Euro aus Russland.

Die Prüfung des Tauschs ist in einer frühen Phase und wurde bisher nicht mit LetterOne besprochen, hieß es. BASF-Manager erwarten allerdings Widerstand von Fridman und LetterOne. Fridman habe sich gegen den Krieg in der Ukraine ausgesprochen und werde wahrscheinlich nicht bereit sein, mehr Assets in Russland zu übernehmen, hieß es.

Überschrift des Artikels im Original:

BASF Studies Splitting Up Wintershall Into Russia, Other Assets

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