Höhere Preise verhelfen BASF zu mehr Wachstum

Der Produktionsstandort des Chemie-Konzerns BASF in Lufwigshafen. Foto: Andreas Arnold

Mit einem guten Öl- und Gas-Geschäft im zweiten Quartal gleicht die BASF Schwierigkeiten in anderen Bereichen aus. Aber die weltwirtschaftlichen Risiken hätten sich erhöht, betont der Chemiekonzern.

Ludwigshafen (dpa/lrs) - Höhere Preise und Verkaufsmengen haben dem Chemiekonzern BASF im zweiten Quartal einen Schub gegeben.

Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um drei Prozent auf knapp 16,8 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen am Freitag in Ludwigshafen mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um fünf Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu.

Während es für den Chemiekonzern im Öl- und Gasgeschäft deutlich besser lief, machten in der Sparte Functional Materials & Solutions erneut gestiegene Rohstoffpreise zu schaffen. Zu dem Geschäftsbereich gehören Katalysatoren, Bauchemikalien und Fahrzeuglacke. Im Agrochemiegeschäft verdiente BASF hingegen wieder etwas mehr.

Nach Steuern und Anteilen Dritter verdiente BASF knapp 1,5 Milliarden Euro. Das war fast soviel wie im Vorjahreszeitraum. Der starke Euro habe einen Teil der Umsatzzuwächse aufgezehrt, hieß es. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem leichten Umsatzwachstum aus.

Die weltwirtschaftlichen Risiken hätten sich allerdings erhöht, heißt es im Bericht unter Verweis auf die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie den USA und Europa.

Die gestiegenen Öl- und Gaspreise und höhere Verkaufsmengen sorgten dafür, dass sich das operative Quartalsergebnis bei der Kasseler Tochter Wintershall im Jahresvergleich mehr als verdoppelte. Den Bereich Agrochemmie wollen die Ludwigshafener durch einen Milliarden-Deal ausbauen. BASF wird vom Rivalen Bayer bestimmte Pflanzenschutzmittel, einige Saatgut-Arten und das Digital-Farming-Geschäft übernehmen.

Auch sonst ist bei BASF viel in Bewegung. So plant Brudermüller die bislang größte Investition der Firmengeschichte in China. Der Bau eines neuen Verbundstandorts bis zum Jahr 2030 könnte bis zu 10 Milliarden US-Dollar (rund 8,5 Mrd Euro) kosten.