BASF kauft zu – Anleger jetzt auch?

Thorsten Küfner
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BASF: Der DEA-Deal ist durch – was jetzt?

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat lange Zeit den Markt sondiert und nun zugschlagen. Während man bei den Saatgut-Aktivitäten des Rivalen Bayer noch in der Warteschleife verharren muss, wurde jetzt eine andere Sparte gestärkt. So kauft der DAX-Konzern das Polyamidgeschäft von Solvay.

BASF bezahlt dem belgischen Wettbewerber hierfür 1,6 Milliarden Euro. Der Transaktion müssten allerdings noch die relevanten Sozialpartner sowie die zuständigen Kartellbehörden zustimmen. Beide Konzerne zeigten sich diesbezüglich aber zuversichtlich gestimmt, sodass der Milliardendeal im dritten Quartal 2018 komplett abgeschlossen werden könnte. Durch die Übernahme stärken die Ludwigshafener ihr Segment der technischen Kunststoffe, die unter anderem im Transport-, Konsumgüter- oder Bausektor zur Anwendung kommen.

 

Der Zukauf macht Sinn und ist für BASF ohne finanzielle Schwierigkeiten zu stemmen, wie wohl auch – im Falle des tatsächlichen Zuschlags – ein Kauf der Saatgutsparte von Bayer. Der Aktienkurs reagierte bislang kaum auf die Meldung. Das Chartbild bleibt damit unverändert bullish, weshalb Anleger bei dem moderat bewerteten Qualitätstitel weiterhin zugreifen können (Stopp: 68,00 Euro).