BASF: Wird es jetzt brenzlig?

Thorsten Küfner
1 / 1
BASF: Wird es jetzt brenzlig?

Die Aktie von BASF präsentiert sich weiter in schwacher Verfassung. Nun belastete auch noch ein negativer Analystenkommentar von Bernstein. So stuft Analyst Jeremy Redenius die DAX-Titel, weiter mit „Underperform“ ein. Er sieht den fairen Wert unverändert nur bei 70,00 Euro und warnt vor „exzessiv hohen Kapazitäten“ im Pflanzenschutzgeschäft in Brasilien.

Diese Sparte hatte jüngst etwa den Konkurrenten Bayer zu einer Gewinnwarnung genötigt. Doch die Ansicht von Redenius teilen derzeit wenig Experten. So hatten kürzlich etwa UBS und Citigroup explizit erklärt, dass das Pflanzenschutzgeschäft in Südamerika BASF wohl kaum das Konzernergebnis verhageln dürfte. Ohnehin empfehlen neben Bernstein nur drei weitere von insgesamt 34 Analysten, die sich regelmäßig mit der BASF-Aktie befassen, zum Verkauf. 15 raten hingegen zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 92,20 Euro ebenfalls klar über dem aktuellen Kursniveau.

 

Rein fundamental betrachtet sieht es für BASF nach wie vor gut aus. Allerdings bleibt das Chartbild weiter angeschlagen. So wäre es nun enorm wichtig, dass zumindest der Unterstützungsbereich bei 80,90 Euro hält, da sich ansonsten der Kursverfall fortsetzen dürfte. Noch nicht engagierte Anleger sollten daher vorerst weiterhin an der Seitenlinie verharren. Wer bereits investiert ist, beachtet den Stopp bei 68,00 Euro.

Mehr zu anderen Dividendenperlen und wahren Schnäppchen lesen Sie in der Titelstory „Die besten Aktien Europas“ der neuen Ausgabe 28/2017.