Base Flying: Drei, zwei, eins: Freier Fall aus 125 Metern

Augen auf, dem Boden entgegen: Andreas Gandzior bei seinem Sprung von der Panoramaplattform des Hotels

Hey Alter! Haste die Hosen schon voll?" Der Fotograf Sergej Glanze, der mich an diesem Nachmittag begleitet, steht auf dem Alexanderplatz in Mitte, grinst und will eine Antwort. Da kann er lange warten, denke ich bei mir. Eine passende Bemerkung wäre zudem im Lärm untergegangen. Es ist wie auf einem Rummelplatz. Schreie, Lachen, die Tram surrt die Schienen entlang. Tausende Menschen laufen über den Platz. Straßenmusiker setzen dem hohen Geräuschpegel noch ein paar Dezibel obendrauf. Nicht fehlen dürfen die Klänge von südamerikanischen Panflöten. Der richtige Moment, sich von einem Hochhaus in die Tiefe zu stürzen, sagt meine innere Stimme. Galgenhumor. Davon kann ich noch eine Menge brauchen.

"Base Flying" soll ich machen. Vom Dach des Hotels "Park Inn" springen. Nur mit einem etwas breiteren Gurt abgesichert, soll ich aus 125 Meter Höhe springen. Angst? Nein! Etwas mulmig, ja. Aber keine schweißnassen Hände, eher eine freudige, gespannte Erwartung.

"Also, mal ehrlich Andreas, ich würde mich das nicht trauen", sagt mir mein Kollege. "Ist nichts für mich. Warum machst du eigentlich so einen Quatsch?" Ja, warum eigentlich? Um mir zu beweisen, dass ich mit 53 noch nicht zu alt für den vom Veranstalter versprochenen Adrenalinkick bin? Einfach nur aus Spaß? Oder aber, um in Erinnerungen zu schwelgen?

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