Bartomeu nach Lionel Messis Vertragsverlängerung: "Er bleibt dort, wo er hingehört"

Superstar Lionel Messi hat seinen Vertrag beim FC Barcelona verlängert. Wer ihn dennoch verpflichten will, muss tief in die Tasche greifen.

Ob die Scheichs in der Chefetage von Paris Saint-Germain den Scheck schon ausgestellt haben, ist nicht bekannt. Allerdings sollten 700 Millionen Euro für Lionel Messi in Katar aufzutreiben sein. Schließlich beläuft sich die neue Ablösesumme des Superstars, der seinen Vertrag beim FC Barcelona bis 2021 verlängert hat , nur auf einen Bruchteil des katarischen Bruttoinlandsprodukts - 129 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Doch im Gegensatz zum Brasilianer Neymar wird Messi dem 24-maligen spanischen Meister mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit treu bleiben. Dass der 30-Jährige am Samstag seinen auslaufenden Vertrag nach einer langen Hängepartie um drei Jahre verlängert hat, bedeutet nur eins: Der fünfmalige Weltfußballer will seine aktive Laufbahn dort beenden, wo sie begonnen hat.

Messi strebt Karriereende in Barcelona an

"Es hat ein bisschen gedauert, bis wir zur Unterschrift gekommen sind, jetzt ist es so weit. Und ich bin sehr glücklich, dass ich weiter bei Barca bleibe", sagte Messi bei Barca-TV : " Ich habe immer gesagt, dass ich hier meine Karriere beenden möchte, das ist mein Traum, und wir sind auf dem richtigen Weg. "

Schon im Sommer hatte die Klubführung eine grundsätzliche Einigung mit dem Argentinier verkündet. Messi ließ Präsident Josep Maria Bartomeu allerdings zappeln und sorgte damit für Unruhe rund um den Großklub. Es wurden bereits Stimmen laut, die einen Abgang wie den von Neymar nach Paris für 222 Millionen Euro befürchteten.

Doch dem schob Bartomeu nun einen Riegel vor. "Die Ablösesumme orientiert sich an den aktuellen Marktpreisen", sagte der Klubchef beim Posieren mit Messi für das Unterschrifts-Foto unmissverständlich in Richtung von PSG: "700 Millionen Euro - das sollte uns erlauben, dass Leo Messi dort bleibt, wo er hingehört."

Laut Bartomeu beweist die Verlängerung des Vertrages "einmal mehr die spezielle Verbindung" zwischen Barca und Messi: "Er ist der beste Spieler in der Geschichte des Fußballs. Und wir beginnen mit ihm eine neue Ära unter Trainer Ernesto Valverde."

Messi spielt seit 2000 für Barca

Messi selbst verzichtete auf Pathos. Er erklärte relativ nüchtern das derzeitige Erfolgsgeheimnis des Tabellenführers . "Der Weggang von Neymar hat zu einer Änderung in unserem Spiel geführt", sagte Messi der Tageszeitung Marca : "Wir haben zwar im Angriff an Schlagkraft verloren, dafür sind wir in der Defensive besser sortiert. Das Mittelfeld spielt abgeklärter, es gibt mehr Struktur."

Für Struktur bei den Katalanen sorgt Messi bereits seit 17 Jahren. Im Jahr 2000 war er als 13-Jähriger aus seiner Heimatstadt Rosario nach Barcelona gewechselt. Mit 17 Jahren absolvierte Messi das erste Pflichtspiel bei den Profis. Seither prägte er das Spiel des Klubs, mit dem er bisher 30 Titel gewann - darunter viermal die Champions League und achtmal die spanische Meisterschaft. Zudem ist Messi der beste Torschütze der Klubgeschichte und der erfolgreichster Torjäger in der Historie der spanischen Liga.