Barry Callebaut macht Fabrikschließung wegen Salmonellen zu schaffen

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Schokoladenfabrikant Barry Callebaut (BC) dürfte im vierten Quartal schlechtere Ergebnisse vorlegen als bislang erwartet. Grund dafür ist der Salmonellen-Fund in einem belgischen Werk. Die Gruppe rechnet damit, dass die finanziellen Auswirkungen des Vorfalls auf das Ergebnis des vierten Quartals "beträchtlich" sein werden, wie aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Der volle Umfang werde derzeit allerdings noch ermittelt.

BC hatte Ende Juni in seinem Werk im belgischen Wieze Salmonellen entdeckt. Diese wurden in einer Lieferung von Lecithin gefunden. Lecithin ist ein Emulgator und hilft bei der Schokoladenherstellung dabei, die richtige Konsistenz zu erreichen.

Infolge des Fundes stoppte Barry die gesamte Produktion in Wieze. Das Unternehmen betonte bereits, es seien keine verunreinigten Produkte in die Läden gelangt. Doch die Firma kann die Fabrik erst im August wieder in Betrieb nehmen, nachdem sie vollständig gereinigt wurde. Das Hochfahren geht nicht von heute auf morgen: Anfang August werden erste Linien die Produktion wieder aufnehmen, dann steigert das Unternehmen die Produktion Schritt für Schritt bis zur vollen Auslastung.

Das führt auch dazu, dass Kunden länger auf ihre Schokoladenprodukte warten müssen. "Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Kunden und sind uns voll und ganz bewusst, dass dieser Vorfall ihre Planung erheblich beeinträchtigt", wird Unternehmenschef Peter Boone in der Mitteilung zitiert.

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