Barrick Gold: Gut, aber …

Markus Bußler
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Gold: 7 Fragen, 7 Antworten

Der (noch) weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold hat gestern nach Börsenschluss Zahlen für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Mit dem Gewinn lag der Konzern über den Schätzungen der Analysten. Aber es gibt einen Wermutstropfen. Die Produktion soll weiter fallen.

Mit einem Gewinn von 22 US-Cent lag Barrick Gold einen Cent über den Konsens-Schätzungen der Analysten. Der Umsatz lag bei 2,23 Milliarden Dollar und damit ebenfalls leicht (20 Millionen Dollar) über den Schätzungen. Die Schätzungen der Analysten waren allerdings ohnehin nicht allzu euphorisch gewesen. Zu groß waren die Probleme im vergangenen Quartal. Dazu musste Barrick auch die angekündigte Wertberichtigung vornehmen.

Gleichzeitig kündigte Barrick aber auch an, dass der Ausstoß im laufenden Jahr geringer sein wird. Barrick geht davon aus, dass die Goldproduktion im laufenden Jahr bei 4,7 bis 5,0 Millionen Unzen liegen wird. Die niedrigere Produktion soll auch leicht steigende Kosten nach sich ziehen. Die AISC sollen auf 765 bis 815. Dollar steigen. Im abgelaufenen Jahr lagen sie bei 750 Dollar je Unze.

Barrick kämpft nach wie vor mit viel Gegenwind: Zum einen gibt es weiter Probleme in Tansania, zum anderen belasten noch immer Schulden in Milliardenhöhe den Konzern und hemmen das Wachstum. Dazu sinkt auch der Ausstoß bei den Kernminen in Nevada, Argentinen und der Dominikanischen Republik. Doch all das sollte mittlerweile eingepreist sein. Mutige, antizyklisch agierende Anleger können eine Position aufbauen.