Bargeldersatz: Notenbanken prüfen gerade, wie sie unser Geld grundlegend verändern können

Business Insider Deutschland
Geldscheine in einem Portemonnaie


Weil immer mehr Kunden bargeldlos Bezahlen, stehen immer mehr Notenbanken vor der Frage, ob sie digitale Währungen als Bargeldersatz herausgeben. Nur noch jeder siebte Schwede hat 2016 seine Einkäufe mit Bargeld bezahlt — als Reaktion darauf hat die schwedische Reichsbank einen Zwischenbericht zu einer theoretischen E-Krone vorgelegt, wie das „Handelsblatt“ berichtet.

Eine Sorge der Zentralbanken wäre allerdings, ob sie ohne Bargeld einen sicheren und effizienten Zahlungsverkehr gewährleisten können. Deshalb sehen die Notenbanken mögliche digitale Währungen erstmal als Ergänzung zum Bargeld, nicht als Ersatz. Besonders die kanadische, französische, norwegische und schwedische Notenbank haben sich in den vergangenen Monaten näher mit der Thematik beschäftigt.

Dafür gibt es zwei Modelle, eine näher am Bankengeld („Buchgeld-System“), die andere näher am Bargeld („wertbasiertes System“). Das erste Modell hätte die Form eines Bankguthabens mit der Zentralbank als Schuldner, das zweite bleibt in Besitz der Eigentümer. Dafür gäbe es elektronische Geldbörsen, die mit Apps oder Lesegeräten bedient werden könnten. Diese Variante ist laut der schwedischen Reichsbank leichter umsetzbar, hinzu kommt, dass der Zahlungsverkehr weitgehend anonymisiert bliebe.

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