Mit Barbie-Hersteller Mattel geht es weiter bergab

Barbies im neuen Look

Trotz neuer Looks für Barbie und Ken geht es mit dem US-Spielwarenhersteller Mattel weiter bergab. Im dritten Quartal schrumpften die Umsätze um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,56 Milliarden Dollar, der Verlust betrug 603 Millionen Dollar (513 Millionen Euro), wie Mattel am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Der Kurs stürzte im nachbörslichen Handel um fast 20 Prozent ab. Mattel-Chefin Margaret Georgiadis kündigte eine neue Magerkur an.

Mattel werde weltweit Werke schließen und Stellen abbauen, sagte Finanzchef Richard Dickson, ohne allerdings Einzelheiten zu nennen. Die Dividende für die Aktionäre im vierten Quartal werde gestrichen, externe Berater nicht mehr angeheuert, Beteiligungen verkauft. Das Unternehmen will so in den kommenden zwei Jahren 650 Millionen Dollar einsparen - zusätzlich zu dem bereits laufenden Sparprogramm in Höhe von 200 Millionen Dollar.

Unternehmenschefin Georgiadis, eine ehemalige Google-Managerin, hatte ihren Posten im Februar angetreten. Sie setzt auf Spielzeuge mit Internetanschluss und auf Videospiele, um die Umsätze anzukurbeln. Im Sommer hatte Mattel zudem 15 neue Ken-Puppen präsentiert, um dem Partner von Barbie ein moderneres und ethnisch vielfältigeres Image geben. Barbie selbst war bereits Anfang 2016 neu getrimmt worden. Als Zukunftsmarkt hat die Mattel-Chefin vor allem China im Blick; sie schloss Partnerschaften mit den Onlinehändlern Alibaba und Baby Tree.