Krankenhäuser müssen genaue Angaben über Corona-Patienten machen

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Krankenhäuser müssen nun genaue Angaben über ihre Coronapatienten übermitteln. (Symbolbild:Getty Images)
Krankenhäuser müssen nun genaue Angaben über ihre Coronapatienten übermitteln. (Symbolbild:Getty Images)

Die Krankenhäuser in Deutschland müssen den Behörden künftig genauere Informationen über die Corona-Fälle auf ihren Stationen übermitteln. "Künftig müssen alle im Krankenhaus behandelten Covid-Patienten, ihr Alter, die Art der Behandlung und ihr Impfstatus gemeldet werden", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. 

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Neben den Daten zur Belegung der Intensivstationen würden noch bessere Informationen zu allen in den Kliniken behandelten Corona-Fällen benötigt, fügte ein Sprecher hinzu.

"Inzidenz verliert zunehmend an Aussagekraft"

Spahns Ministerium will dafür eine neue Meldeverordnung vorlegen, die demnächst in Kraft treten soll. Es müsse zeitnah abgeschätzt werden können, "wie hoch die Belastung für das Gesundheitssystem wird und wie gut die Impfungen wirken", schrieb Spahn. Er zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass die fortschreitende Impfkampagne sich positiv auswirkt: "Da die gefährdeten Risikogruppen geimpft sind, bedeutet eine hohe Inzidenz nicht automatisch eine ebenso hohe Belastung bei den Intensivbetten."

Die Inzidenz verliere zunehmend an Aussagekraft, sagte der Minister weiter. "Wir benötigen nun noch detailliertere Informationen über die Lage in den Kliniken." Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" über Spahns Vorhaben berichtet.

Corona: Forderungen nach weiteren Lockerungen aus der Politik

Die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner steigt derzeit wieder leicht an, bewegt sich aber weiter auf niedrigem Niveau. Das Robert-Koch-Institut gab sie am Sonntag mit 6,2 an. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 5,0 gelegen. Diese Statistik gibt aber keinerlei Auskunft darüber, wie stark die Infizierten erkrankt sind.

Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte ebenfalls Transparenz bei den Angaben der Krankenhäusern. Es brauche verlässliche Daten für die Situation auf allen Stationen, erklärte Brysch. Damit lasse sich die Pandemielage besser beurteilen als allein der Blick auf die Inzidenzwerte.

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