Als Balotelli bei ManCity einen Schuh durch den TV warf

Mario Balotelli (2.v.l.) hat seine Emotionen nicht immer im Griff

Les Chapman war 17 Jahre Zeugwart bei Manchester City. Der 69-Jährige sah zahlreiche Spieler und Trainer kommen und gehen. Nun plaudert der Ex-Profi aus dem Nähkästchen.

So erinnert sich Chapman in einem Interview mit der Daily Mail gerne an die Zeit mit Mario Balotelli zurück. "Er war schlau, nicht dumm. Und er war großzügig. So bezahlte er für alle das Benzin an der Tankstelle oder gab einem Obdachlosen ein Bündel Geld", berichtet Chapman.

Der "unberechenbarste Mensch auf dem Planeten"

"Auf der anderen Seite wunderte er sich, warum sein Auto 27 Mal abgeschleppt wurde…weil es in Camouflage lackiert war und jeden Tag im Parkverbot mitten in Manchester stand. Nachdem er weg war, öffnete ich seinen Spind und alle seine Strafzettel fielen heraus", berichtet Chapman.

Balotelli sei zudem "einmalig" und der "unberechenbarste Mensch auf dem Planeten". "Als er gegen Arsenal vom Platz flog, warf er seinen Schuh durch den Plasma-TV in der Umkleidekabine!"

Rituale und andere Macken

Doch nicht nur der Italiener habe seine Macken gehabt. So habe "Gael Clichy immer einen Handschuh zum Händeschütteln getragen und danach ausgezogen". Sergio Agüero musste immer der letzte sein, der den Bus verlässt und auf dem Platz ist.

All dies bekommt Chapman nun nur noch am Rande mit. 2014 beendete er seine Tätigkeit als Zeugwart und arbeitet für Manchesters Medienabteilung.

In seiner aktiven Karriere absolvierte der Engländer 747 Spiele in der Football League. Fünf Jahre spielte er auch für Huddersfield Town, der kommende Gegner von ManCity in der Premier League (So., 17 Uhr im LIVETICKER).