Ball-Papa: "Wer ist Donald Trump?"

Matthias Schreiber
LaVar Ball spielt den vermeintlichen Ladendiebstahl seines Sohnes LiAngelo herunter - und verspottet US-Präsident Donald Trump

Neben all der politischen Themen hat sich US-Präsident Donald Trump auf seiner Asienreise auch sportlichen Dingen gewidmet - mehr oder weniger.

Nach einer Intervention bei seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping kamen drei festgenommene Nachwuchsbasketballer frei und konnten so schnell zurück nach Amerika reisen.

Der Vorwurf: Ladendiebstahl, drei Sonnenbrillen sollen weggekommen worden sein.

Unter den vermeintlichen Tätern war auch LiAngelo Ball, der jüngere Bruder von LA-Lakers-Spieler Lonzo Ball.


Ball glaubt nicht an Trump-Faktor

Angesprochen auf die präsidentielle Hilfe reagierte dessen Vater LaVar Ball nun ziemlich süffisant: "Wer?", fragte Ball, nachdem er nach Donald Trumps Rolle bei der Freilassung gefragt wurde.

Freilich wird auch der 49-Jährige seinen Präsidenten kennen, die Rolle des Republikaners bei der Freilassung seines Sohnes ordnet der prominente Papa allerdings nicht so hoch ein: "Warum war er dort? Erzählen sie mir doch nichts, jeder will mir jetzt weismachen, dass er uns da aus der Patsche geholfen hat", poltert Ball gegenüber ESPN.


Sonnenbrillen-Klau? "Habe Schlimmeres gesehen"

Auch den vermeintlichen Diebstahl, sollte er denn stattgefunden haben, spielt Ball herunter: "Die Leute versuchen aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Ich komme aus L.A., da habe ich schon deutlich Schlimmeres gesehen als einen Jungen, der Sonnenbrillen stiehlt."

Um die charakterliche Entwicklung seines 18-jährigen Sohnes macht sich LiAngelo desweiteren keine Sorgen: "Diese eine schlechte Entscheidung wird ihn nicht prägen, so viel Charakter hat er. Wenn er als Zwölfjähriger Einbrüche begangen oder Autos geknackt hätte, wäre das eine andere Sache", so Ball.

Die drei College-Basketballer um den mittleren Ball-Sprössling sind nach der Rückreise nach Amerika von der UCLA auf unbestimmte Zeit suspendiert worden.