Baldwin: Wahrscheinlichkeit für Schusswaffenunglück bei "eins zu einer Billion"

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US-Schauspieler Alec Baldwin (AFP/Angela Weiss)

Nach dem tödlichen Schuss auf eine Kamerafrau bei Dreharbeiten hat US-Schauspieler Alec Baldwin die Wahrscheinlichkeit für einen derartigen Unfall auf "eins zu eine Billion" eingestuft. Baldwin äußerte sich am Samstag erstmals seit dem Schusswaffenunglück vor Journalisten, als er mit seiner Frau Hilaria in Manchester im US-Bundesstaat Vermont war. Zuvor hatte er im Onlinedienst Twitter bereits sein tiefstes Bedauern über den Schusswaffenunfall zum Ausdruck gebracht.

Hollywoodstar Baldwin hatte während der Dreharbeiten zu dem Western "Rust" in Santa Fe offenbar versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen, als er bei einer Probe eine Requisitenwaffe abfeuerte, die mit scharfer Munition geladen war. Die 42-Jährige starb kurz nach dem Vorfall im Krankenhaus. Regisseur Joel Souza wurde an der Schulter getroffen und verletzt.

"Sie war meine Familie", sagte Baldwin nun mit Blick auf Hutchins laut einer Übertragung des Senders TMZ. "Es gibt hin und wieder Unfälle an Filmsets, aber nicht so einen wie diesen." Am Tag seiner Ankunft in Santa Fe habe er Hutchins und Regisseur Souza zum Abendessen eingeladen, erklärte Baldwin. "Wir waren ein sehr, sehr gut eingespieltes Team, das zusammen einen Film drehte, und dann passierte dieses schreckliche Ereignis."

Forderungen nach einer besseren Kontrolle von Waffen bei Filmdrehs unterstützte Baldwin. Er wollte sich aber nicht dazu äußern, ob er je wieder einen Film mit Waffen drehen würde. Auch würde die Produktion von "Rust", die unmittelbar nach dem Unfall abgebrochen worden war, nicht wieder aufgenommen, sagte er.

Baldwin war nicht nur Hauptdarsteller in dem Film, sondern auch einer der Produzenten des Streifens. Nach dem tödlichen Schuss räumte Regieassistent Dave Halls ein, nicht alle Kugeln in der Trommel des Revolvers überprüft zu haben, bevor er ihn Baldwin mit der Versicherung überreichte, die Waffe sei sicher.

noe/pe

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