Bahnrad-EM: Kristina Vogels höllisch gute Europameisterschaft

Viel Betrieb im Berliner Velodrom. Das soll in den nächsten Jahren so weitergehen.

Berlin.  Wenn Kristina Vogel feiern will, dann muss selbst der Teufel aufpassen. Nachdem sie die Ziellinie im Keirin als Erste überquert hatte, erspähte sie an der Bande der Bahn den Tour-Teufel Didi Senft, das kultige Radsport-Maskottchen. Vogel steuerte auf ihn zu, schnappte sich seinen Dreizack und fuhr ihre Ehrenrunden. "Das war lustig, ich war in Partylaune. Da habe ich erst einmal gezeigt, wer hier Herr im Ring ist", sagte die Erfurterin und lachte.

Ja, sie dominiert den deutschen Bahnradsport im Augenblick, das demonstrierte die 26-Jährige bei der Europameisterschaft im Berliner Velodrom. Die Wettkämpfe waren mit ihr als Star beworben worden, und die zweifache Olympiasiegerin sowie neunfache Weltmeisterin lieferte. "Es ist schon ein riesiger Druck, aber ich versuche immer, das als Chance zu nutzen und nicht als Last zu sehen", erzählte sie. Gold im Keirin, Silber im Teamsprint und Gold im Sprint entsprachen schließlich den Erwartungen. Vogel: "Ich habe meinen Plan erfüllt."

Über dem Plan lag der Bund Deutscher Radfahrer (BDR), sowohl sportlich als auch beim Zuschauerzuspruch. Zuletzt hatte es 1999 mit einer WM eine Großveranstaltung in Berlin gegeben, es war also schwer einzuschätzen, wie das Publikum die Wettkämpfe annehmen würde. "Wir sind zufrieden, sehr sogar dafür, dass es die erste Veranstaltung nach so vielen Jahren war, bei der es nur um den Sport geht", sagte BDR-Generalsekretär Martin Wolf mit Bezug auf die jährlichen Sechstagerennen im Velodrom. Mit etwa 8000 Besuchern...

Lesen Sie hier weiter!