Bahnrad-EM in Berlin: Der Weg zurück an die Spitze ist lang

Der deutsche Vierer mit Felix Gross, Theo Reinhardt, Kersten Thiele und Domenic Weinstein rollt gut auf der neuen Bahn im Velodrom

Berlin.  Hell leuchtet die Bahn im Velodrom, man sieht ihr an, dass noch nicht viele Räder über das neue Holz gerollt sind. Sibirische Fichte, erste Wahl für den Radsport. Noch ist das neu verlegte Material ein bisschen weich, ein paar Stellen, verrät Sven Meyer, müssten auch etwas abgeschliffen werden. Aber ansonsten "rollt es besser als erwartet".

Meyer ist Bundestrainer, verantwortlich für die Bahn-Ausdauerathleten beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Kern dieser Gruppe ist der Vierer. Bei der Europameisterschaft in Berlin fuhr der in der Qualifikation ziemlich unruhig, blieb aber dennoch knapp unter vier Minuten. Eine passable Zeit, besser als erwartet nach dem optischen Eindruck.

Mit Theo Reinhardt ist auch ein Berliner im Verfolgerteam

Wenn die Uhr für den deutschen Männer-Vierer stehenbleibt, sind die Spitzenteams im virtuellen Duell längst im Ziel. Trotzdem sagt Meyer: "Ich bin der festen Überzeugung, dass Deutschland das Zeug hat, irgendwann wieder Olympiasieger zu werden." Der Mann ist jung, 32 Jahre erst, er ist ehrgeizig. Er würde gern derjenige sein, der den Vierer wieder zu Ruhm führt. Seit 2002 gab es keine WM-Medaille mehr in der Mannschaftsverfolgung, mit Platz fünf konnte der Vierer bei Olympia in Rio vor einem Jahr aber immerhin schon einen Achtungserfolg feiern. Nach zuvor zwei Olympischen Spielen ohne ihn.

Jetzt muss Meyer wieder relativ neu anfangen, der übliche nacholympische Umbruch. Illusionen macht er sich nicht. "Der Weg wird sehr schwer und steinig", sagt er. I...

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