Bahn erwartet weiteren Zuschuss des Bundes zur Senkung der Trassengebühren

Im Wettbewerb mit dem Auto und dem Fernbus erwartet die Deutsche Bahn einen Zuschuss des Bundes zur Senkung der Trassengebühren auch im Personenverkehr

Im Wettbewerb mit dem Auto und dem Fernbus erwartet die Deutsche Bahn einen Zuschuss des Bundes zur Senkung der Trassengebühren auch im Personenverkehr. "Es wäre ein starkes Signal der Politik zur Stärkung des Schienenpersonenverkehrs", sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Dienstag. Eine Halbierung der Trassenpreise im Personenverkehr würde den Bund nach seinen Worten 400 bis 500 Millionen Euro kosten.

Die zuletzt stark gestiegenen Trassenpreise müssen alle Personen- und Güterzugunternehmen zahlen, wenn sie die Bahn-Infrastruktur nutzen. Für den Güterverkehr hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kürzlich einen Zuschuss von 350 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt im kommenden Jahr angekündigt. Die Gebührensenkung soll dazu beitragen, dass Gütertransporte auf der Schiene günstiger werden und Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird.

Pofalla kündigte in der "FAZ" an, die Bahn werde wegen der erwarteten Zunahme ihre Kapazitäten erweitern. "Wir schaffen die Voraussetzungen für ein Schienennetz, auf dem 740 Meter lange Züge fahren können", sagte er. Zudem würden die großen Knoten und der Ost-Korridor ausgebaut.