Bahn-Aufsichtsrat berät über Gewinnrückgang

BERLIN (dpa-AFX) - Unter dem Eindruck gesunkener Fahrgastzahlen in der Corona-Krise berät der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn an diesem Mittwoch über die Lage des Bundesunternehmens. Auf der Tagesordnung steht der Jahresabschluss 2019, der voraussichtlich einen Gewinnrückgang im laufenden Geschäft enthält.

Nach 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr dürfte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2019 noch bei 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro gelegen haben, wie im Zuge der Budgetplanung im Dezember aus Aufsichtsratskreisen verlautet war. Für 2020 wurde ein weiterer Rückgang auf 1,3 Milliarden Euro angepeilt - das war allerdings, bevor das neuartige Coronavirus Europa erreichte. Wichtiger als der Gewinn ist nach dieser Planung ein besseres Angebot für die Kunden.

Thema im Kontrollgremium ist auch die Neubesetzung mehrerer Aufsichtsratsposten. So war ein Vertreter des Bundes, Levin Holle, im Februar in den Vorstand gewechselt, wo er die Ressorts Finanzen und Logistik übernahm. Auch auf der Arbeitnehmerseite gibt es Personalwechsel. So dürfte der neue Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Torsten Westphal, ein Mandat erhalten.