Bafin warnt vor Totalverlusten bei Bitcoins

Innerhalb eines Jahres verzwölffachte sich der Bitcoin-Preis. Die Rally zieht immer mehr Privatanleger an. Nun warnt die Finanzaufsicht Bafin. Die Chefin der Wertpapier-Abteilung sieht gar die Gefahr eines Totalausfalls.


Die Finanzaufsicht Bafin beobachtet den jüngsten rasanten Kursanstieg der Digitalwährung Bitcoin mit Skepsis. In Zeiten niedriger Zinsen seien Anleger eher bereit, Risiken einzugehen, sagte die Chefin der Wertpapieraufsicht der Bafin, Elisabeth Roegele am Donnerstag in Frankfurt. Nicht jede Kryptowährung werde sich jedoch am Markt durchsetzen. Im Zweifelsfall drohe Anlegern ein Totalverlust.

Die Aufseherin warnte: „Es tummeln sich auch Spekulanten und windige Geschäftemacher am Markt.“ Das trage zu massiven Kursschwankungen von Kryptowährungen bei, zehn Prozent an einem Tag seien keine Seltenheit. Am heutigen Donnerstag etwa, war der Kurs um 11 Prozent abgeschmiert.


Die Digitalwährung Bitcoin hatte in den vergangenen Tagen eine Rekordjagd hingelegt und ihren Wert im Vergleich zum Jahresbeginn nahezu verzwölffacht. Aus dreistellig im Dezember 2016 wurde – kein Jahr später – am Dienstag erstmals fünfstellig. Der 10.000 folgte schon am Mittwoch die 11.000 für eine Einheit der Digitalwährung. Zeitweise war der Bitcoin an großen Handelsbörsen wie Bitstamp oder Coinbase über die Marke gestiegen. Seitdem ging es ruckartig knapp 15 Prozent – oder 1600 Dollar – bergab.

Der Bitcoin ist der bekannteste Vertreter von Digitalwährungen, auch Kryptowährungen genannt. Von diesen soll es mittlerweile mehr als 1000 geben.