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Bafin warnt Banken, Zinsrisiken genau im Auge zu behalten

Mit Blick auf den Zusammenbruch der kalifornischen Silicon Valley Bank hat die Bafin die von ihr beaufsichtigten Kreditinstitute aufgefordert, ihre Zinsrisiken genau im Auge zu behalten.

Viele deutsche Kleinbanken, vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken, haben Milliarden Euro an Buchverlusten erlitten. (Bild: Reuters)
Viele deutsche Kleinbanken, vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken, haben Milliarden Euro an Buchverlusten erlitten. (Bild: Reuters)

“Die aktuellen Entwicklungen in den USA zeigen, dass die von der Bafin skizzierten Risiken Realität werden können”, teilte ein Bafin-Sprecher Bloomberg auf Anfrage mit. “Bisher zeigt sich, dass das deutsche Bankensystem robust ist und die Auswirkungen der gestiegenen Zinsen verdauen könnte.”

Viele deutsche Banken haben Buchverluste erlitten

Viele deutsche Kleinbanken, vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken, haben Milliarden Euro an Buchverlusten erlitten, da der Anstieg der Leitzinsen den Wert ihrer Anleihebestände verringert hat. Die Institute wollen die Einbußen mit den Gewinnen kommender Jahre ausgleichen. Die Bafin warnte im Januar, dass Papierverluste Realität werden könnten, wenn Banken gezwungen sind, diese Schuldtitel zu verkaufen, ähnlich wie es bei der SVB der Fall war.

Augenmerk der BaFin liegt auf kleinen Banken

Das Hauptaugenmerk der Bafin liegt derzeit auf “einigen kleineren Banken mit wenig Überschusskapital und erhöhten Zinsänderungsrisiken”, so der Behördensprecher. “Diese Institute begleiten wir eng.” Die Mehrheit der deutschen Banken indessen werde mittelfristig von höheren Zinsen profitieren, so der Bafin-Sprecher.

In den Problemen der “technologieorientierten US-Banken” sieht die Bafin derweil keine direkte Ansteckungsgefahr für das deutsche Finanzsystem.

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