Bafin bestätigt Ende von Grenke-Prüfung - Entwürfe liegen vor

Stephan Kahl und Nicholas Comfort
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Finanzaufsicht Bafin hat bestätigt, dass eine von ihr beauftragte Prüfung der Grenke AG beendet wurde. Die Leasing-Firma war nach Betrugsvorwürfen von Seiten eines Leerverkäufers ins Visier der Aufsicht geraten.

“Es ist richtig, dass die Prüfungshandlungen von Mazars abgeschlossen wurden”, erklärte eine Bafin-Sprecherin mit Bezug auf den von der Behörde eingesetzten Prüfer. Sie bestätigte damit Aussagen des Grenke-Vorstands von Ende vergangener Woche. “Der BaFin liegen sämtliche Berichtsentwürfe vor, die derzeit von uns und von der Bundesbank ausgewertet werden.”

Zu den konkreten Inhalten machte die Bafin noch keine Angaben. Die Behörde wolle erst nach Erhalt der finalen Berichte und der Auswertung “aufsichtliche Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen”.

Leerverkäufer Fraser Perring hatte Grenke im September vorgeworfen, Akquisitionen von Franchisefirmen zu nutzen, um zu verschleiern, dass ein Großteil der ausgewiesenen liquiden Mittel nicht existiere. Zudem erklärte er, es gebe Mängel bei den internen Kontrollen. Auch mögliche Geldwäsche brachte Perring ins Spiel. Grenke wies die Vorwürfe zurück.

Anfang des Jahres hatte Grenke erklärt, ein Zwischenbericht im Auftrag der Bafin ergebe keine Zweifel an der Existenz der Leasinggeschäfts, weise jedoch auf Versäumnisse hin - etwa in der bilanziellen Behandlung der Franchiseunternehmen.

Personelle Konsequenzen hatte die Prüfung bereits. Der fürs Tagesgeschäft verantwortliche Vorstand Mark Kindermann legte im Februar sein Amt nieder. Unmittelbarer Anlass waren “Kritikpunkte der Bafin an Prozessen der Internen Revision und der Compliance im Rahmen der laufenden Prüfungen durch Mazars”, erklärte Aufsichtsratchef Ernst-Moritz Lipp später.

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