Baerbock wirbt 100 Tage nach Kriegsbeginn für weitere Waffen für die Ukraine

Hundert Tage nach Beginn des Krieges in der Ukraine hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für weitere Waffenlieferungen an das von Russland angegriffene Land geworben. In einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe) schrieb Baerbock, Deutschland müsse "gerade jetzt der Ukraine weiter beistehen. Auch mit Waffen, weil Putin mit Worten nicht zu stoppen ist."

Die Notwendigkeit weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine begründete Baerbock mit den russischen Angriffen auf die Zivilbevölkerung durch die russische Armee. Der russische Präsident Wladimir Putin hätte "den Mut der Ukrainerinnen und Ukrainer unterschätzt" und habe nun "seine Strategie gewechselt", schrieb Baerbock. Jedem Dorf drohe "das Schicksal von Butscha", ergänzte sie unter Verweis auf die Anfang April bekannt gewordenen mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechen in dem Vorort von Kiew.

Baerbock verteidigte in ihrem Gastbeitrag auch die Kosten für die Unterstützung der Ukraine und für die Stärkung der Bundeswehr: "Jeder Cent unserer Ausgaben ist eine Investition in Sicherheit und Freiheit, in die Freiheit Europas". Wenn Putin in der Ukraine nicht gestoppt werde, drohe "immer neue Aggression". Der Angriff auf die Ukraine richte sich auch "gegen unser Leben in Freiheit in Vilnius, Krakau und Potsdam". Deutschland habe eine Verantwortung als größtes EU-Land. Den Partnern im Baltikum und in Osteuropa wolle sie sagen können: "Wir sind da. Ihr könnt euch auf uns verlassen."

se/cp

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