Baerbock hält Akw-Weiterbetrieb "nicht für den richtigen Schritt"

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich gegen eine Laufzeit-Verlängerung für die drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke ausgesprochen, dies aber auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Das Atomkraftwerk Isar 2 in Bayern. (Bild: Getty Images)
Das Atomkraftwerk Isar 2 in Bayern. (Bild: Getty Images)

"Wir sind jetzt in einer Notsituation, wo wir alles noch einmal anschauen", sagte Baerbock der "Bild" am Freitagabend. Auf der ihr jetzt bekannten Faktenlage halte sie den Weiterbetrieb der deutschen Atommeiler aber "nicht für den richtigen Schritt".

"Atomkraft ist nicht die Antwort"

Die Herausforderung bestehe in der Gasversorgung, sagte die Grünen-Politikerin. "Und deswegen ist Atomkraft nicht die Antwort."

In so "schwierigen Entscheidungsprozessen" sei es immer aber wichtig, "dass man auf Faktengrundlagen jeden Schritt geht", sagte Baerbock weiter. Deswegen überprüfe Wirtschaftsminister Robert Habeck (ebenfalls Grüne) gerade in einem zweiten Stresstest genau die Situation. "Die Ergebnisse warten wir ab."

Zugleich warnte sie vor einer leichtfertigen Weiternutzung der Atomkraft über 2022 hinaus: "Wir sind ja nicht ohne Grund in Deutschland aus der Atomkraft ausgestiegen."

VIDEO: Habeck: Energie-Sicherheitspaket kommt - mit Sparvorschriften

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.